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WEINFELDEN: Damit Oldtimer eine Zukunft haben

Die Zukunft der Classic Cars war ein ­Hauptthema am Podium von ACS Classics.
Oldtimerspezialisten im Gespräch: Jakob Kuster, Präsident der Oldtimergruppe des ACS TG, und Automobilhistoriker Urs P. Ramseier. (Bild: PD)

Oldtimerspezialisten im Gespräch: Jakob Kuster, Präsident der Oldtimergruppe des ACS TG, und Automobilhistoriker Urs P. Ramseier. (Bild: PD)

«Lassen Sie Ihre Kinder fahren, damit auch sie Freude am Old­timer-Fahrzeug entwickeln.» So werde der Nachwuchs für das Hobby herangezogen, lautet der praktische Appell von Urs P. Ramseier. Der Schweizer Automobilhistoriker sprach auf dem Podium von ACS Classics, der Oldtimergruppe des Automobilclubs, vor gut 60 Teilnehmern. Angesichts neuer Mobilitäts­konzepte und des autonomen Fahrens stellen sich für den bestehenden Fahrzeugbestand eine Vielzahl von Fragen. «Müssen wir unsere Fahrzeuge umrüsten und umbauen oder müssen wir eine Flugpiste kaufen, um überhaupt noch fahren zu dürfen?»

Sicher sei, dass das Auto­mobil vermehrt zum Gebrauchsgegenstand werde, dass sich ­Mobilität zum teilbaren Gut entwickle und das Fahrerlebnis zum Unterhaltungs- und Informationserlebnis mutiere, so der Histo­riker. Internationale Bestrebungen, das Automobil – insbeson­dere Classic Cars – unter Schutz zu stellen, seien zwar lobenswert, könnte aber auch eine Kehrseite haben.

Auch in Sachen Marktentwicklung zeigte der Referent einige Anhaltspunkte auf. International zögen die Preise für Nachkriegsfahrzeuge an, während Vorkriegsautos eher stagnierten. Doch auch die hohen Preise für seltene Ferrari-Modelle bedeuteten nicht zwangsläufig dasselbe für einen Deux-Chevaux. Zudem sei nicht jeder Verkauf öffentlich, warnte der Autokenner vor falschen Einschätzungen.

«Emotionen beim Kauf sind gefährlich»

Die Fallstricke beim Import von Classic Cars beleuchtete anschliessend Jakob Kuster. Er ist Präsident der Oldtimergruppe des ACS Thurgau. Emotionen seien gefährlich, und man dürfe sich nicht zu einem Kauf bewegen lassen, ohne das besichtigte Fahrzeug knallhart zu beurteilen. Wer ein Fahrzeug importiere, müsse besonders darauf achten, dass alle wichtigen Papiere vor­lägen, wie Kuster zu berichten wusste. Vorsicht sei auch geboten, wer seinen Classic Car ins nahe Ausland fahre oder bringe, um es an einer Messe zu verkaufen. Wer sein Fahrzeug nicht beim Zoll anmelde, laufe Gefahr, Ärger mit den Zollbehörden zu be­kommen. (red)

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