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Wehret dem Thronraub

Mosttröpfli
Christian Kamm

Das musste ja so kommen. In dem Moment, in welchem bekannt geworden ist, dass die diesjährige Thurgauer Apfelkönigin nicht etwa in Mostindien selber, sondern an der St. Galler Olma gekürt wird, konnte man nur noch das Schlimmste befürchten. Jetzt ist es eingetreten. Auch eine im Kanton St. Gallen wohnhafte Kandidatin greift mit dem Segen der Jury nach der Krone. Unserer Krone. Thurgauerinnen und Thurgauer wacht auf! Der Hahn hat gekräht!

Noch ist Zeit, um diese St. Galler Hegemonialgelüste entschieden in die Schranken zu weisen. Die Mostinder, das sind doch wir – und sonst niemand. Was, wenn nicht der Apfel, ist denn das Thurgauer Alleinstellungsmerkmal? Wir haben doch sonst nichts. Wir sind Apfel. Und er macht uns erst zu dem, was wir sind. Aussen Apfel – innen Thurgau. Heute ist die Wahl der Thurgauer Apfelkönigin der Übernahmekandidat – und morgen vielleicht schon der ganze Kanton?

Da droht nicht nur der Most sauer zu werden. Deshalb muss wieder ein wirksamer agrarpolitischer Grenzschutz her. Dass die St. Galler die besseren Ostschweizer sein möchten als wir – geschenkt. Falls sie sich aber erdreisten, auch noch die besseren Thurgauer sein zu wollen beziehungsweise die St. Gallerinnen die besseren Thurgauer Apfelköniginnen, ja dann, liebe Nachbarn, hört der Spass endgültig auf. Und die Vertreibung aus dem Paradies beginnt.

Christian Kamm

christian.kamm@thurgauerzeitung.ch

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