WC-Türen gibt's dann auch noch

Nein, das Einkaufszentrum Passage am Frauenfelder Bahnhofplatz fängt auf dem stillen Örtchen keine neue Moden an. Gestern fehlten zwar die WC-Türen noch und bei den Männern die Trennwände zwischen den Pissoirs.

Mathias Frei
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Das öffentliche Männer-WC in der Passage kurz vor der Vollendung. (Bild: Mathias Frei)

Das öffentliche Männer-WC in der Passage kurz vor der Vollendung. (Bild: Mathias Frei)

Nein, das Einkaufszentrum Passage am Frauenfelder Bahnhofplatz fängt auf dem stillen Örtchen keine neue Moden an. Gestern fehlten zwar die WC-Türen noch und bei den Männern die Trennwände zwischen den Pissoirs. Die sanierten Toiletten im Obergeschoss sind aber spätestens heute morgen wieder geöffnet – inklusive WC-Türen. Dann werden die Toiletten im Erdgeschoss wieder nur den Mitarbeitern der Passage-Geschäfte vorbehalten.

Als das Einkaufszentrum 1993 öffnete, mussten die drei Frauen- und zwei Männer-WCs im Erdgeschoss nicht nur für die Mitarbeiter, sondern auch für alle Kunden reichen. Die Anlage mit fünf Kabinen bei den Frauen und drei bei den Männern im Passage-Obergeschoss ging erst mit der Zentrums-Erweiterung vor sieben Jahr auf. Die aktuelle Sanierung hat denn auch nichts mit Hygiene-Standards zu tun, wie Passage-Zentrumsleiter Jörg Ehrensperger erklärt. «Der Boden war völlig abgenutzt, definitiv keine Augenweide mehr.»

Pissoirs bleiben trocken

Im Zuge der Sanierung wurden die WCs aufgemotzt. «Das Licht wird durch einen Bewegungsmelder gesteuert.» Auch Wasser fliesst nun weniger. Denn die Pissoirs funktionieren ohne Wasser. Sie sind mit einem wasserabstossenden Kunststoff «verschlossen», mikrobiologische Reinigungsmittel sorgen für einen geruchlosen Betrieb.

Die öffentliche Toiletten in der Passage werden vom Putzpersonal jede halbe Stunde kontrolliert. «Die vermeintlichen Bezahl-WCs am Bahnhof bekamen wir stark zu spüren», sagt Ehrensperger. Nachdem in der «Frauenfelder Woche» das Gerücht aufkam, die neuen Bahnhof-Toiletten seien nicht gratis, seien die Leute für ihr Geschäft in die Passage gekommen. Die WCs seien dementsprechend stark verschmutzt gewesen. «Fürs WC zahlt doch keiner einen Franken.»

«Bezahl-WCs kein Thema»

Die WCs am Bahnhof sind gratis. Das ist mittlerweile bekannt und auch vor Ort angeschlagen. Die Stadt leistet den SBB einen Beitrag an Reinigung und Unterhalt der Anlage. Das sei ein Dienst an der Bevölkerung, sagt Markus Wenger, Leiter Anlagen und Reinigung beim städtischen Werkhof. «Dass man für ein WC etwas zahlen muss, ist für die Stadt definitiv kein Thema.» Aktuell unterhält die Stadt neun WC-Standorte, ein zehnter kommt im Murg-Auen-Park dazu. Die WC-Reinigung ist heuer mit 130 000 Franken veranschlagt, der Unterhalt und die Verbrauchsmaterialien sind mit insgesamt 33 000 Franken budgetiert.

An den Betriebskosten für die WC-Anlagen im Einkaufszentrum Passage beteiligt sich die Stadt nicht.

Jörg Ehrensperger Zentrumsleiter Einkaufszentrum Passage (Bild: Reto Martin)

Jörg Ehrensperger Zentrumsleiter Einkaufszentrum Passage (Bild: Reto Martin)