Wasserwerk in Frauenhand

Die Mammerner Gemeinderätin Ingrid von Känel ist neue Präsidentin der Wasserversorgung Seerücken West. Das Werk sichert fünf Gemeinden immer genügend Trinkwasser.

Margrith Pfister-Kübler
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Frau Gemeindeammann Cornelia Komposch mit dem scheidenden Präsidenten Gerhard Kiefer und seiner Nachfolgerin Ingrid von Känel. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Frau Gemeindeammann Cornelia Komposch mit dem scheidenden Präsidenten Gerhard Kiefer und seiner Nachfolgerin Ingrid von Känel. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

KLINGENZELL. Bereits an der Delegiertenversammlung 2014 war es aufgegleist: Präsident Gerhard Kiefer gab seinen Rücktritt als Präsident der Wasserversorgung Seerücken West (WSW) bekannt und als Nachfolgerin wurde Ingrid von Känel-Meier aus Mammern genannt. Das notwendige Fachwissen bringt sie als Gemeinderätin von Mammern und Delegierte der WSW mit. «Als Glücksfall» bezeichnete Kiefer an der diesjährigen DV am Mittwoch im «Klingenzellerhof» die Nachfolgeregelung. Der Applaus der Delegierten und der Mitglieder der Betriebskommission aus den WSW-Gemeinden Eschenz, Herdern, Homburg, Hüttwilen und Mammern bestätigte dies.

Ausbau abgeschlossen

Vor fünf Jahren ist Ingenieur Gerhard Kiefer nach dem Tod von Philipp Zahner eingesprungen. «Unser Verband ist heute absolut à jour. Dafür gebührt ihm grosser Dank», sagte Viktor Haag. Mit dem Ersatz der Wasserleitung von Moorwilen nach Ammenhausen sei der Ausbau der regionalen Wasserversorgung nun weitgehendst abgeschlossen, sagt Kiefer. Die finanzielle Situation habe sich verbessert, nachdem nun keine Rückzahlungen mehr an die einstigen Besitzer der Wasserkorporation «Hörnlibrunnen» fällig seien.

Weniger Wasser verkauft

Die Jahresgeschäfte gingen zügig über die Bühne. Die Rechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 1849 Franken. Kassier Paul Maag bedauerte den rückläufigen Wasserverkauf, vor allem an Eschenz, Hüttwilen und Mammern. So hatte Mammern im 2013 noch für 13 215 Franken Wasser bezogen, im 2014 nur noch für 5107 Franken. «Das ist für Mammern gut, aber nicht für den WSW», sagte Maag. Ganz anders Homburg: Die Gemeinde hatte 2013 noch für 14 191 Franken Wasser bezogen, im 2014 schon für 21 391 Franken, was ein Extra-Danke auslöste. Im Budget sind 25 000 Franken für die Digitalisierung der Leitungskataster enthalten. Ab Herbst 2015 sind alle Leitungen im Internet. Mit einem Blumenstrauss ehrte die Versammlung die Herdermer Frau Gemeindeammann Cornelia Komposch, die bald ihr Amt als Regierungsrätin antritt.

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