Was passiert mit Schloss Frauenfeld?

FRAUENFELD. Seit dem Hinschied von Herrn a. Bundesrichter Dr. Bachmann hat man sich oft gefragt, was nun aus Schloss Frauenfeld werde, das bekanntlich im Besitz der Familie Bachmann ist, seitdem der Staat Thurgau sich veranlasst sah, das ehrwürdige Baudenkmal zu verkaufen.

Drucken
Teilen

FRAUENFELD. Seit dem Hinschied von Herrn a. Bundesrichter Dr. Bachmann hat man sich oft gefragt, was nun aus Schloss Frauenfeld werde, das bekanntlich im Besitz der Familie Bachmann ist, seitdem der Staat Thurgau sich veranlasst sah, das ehrwürdige Baudenkmal zu verkaufen. Wie wir nun vernehmen, befasst sich die letztwillige Verfügung von Dr. Bachmann eingehend mit dem Schicksal des Schlosses. Dieses bleibt Eigentum der Erben des Verstorbenen; doch wird ihnen für den Fall, als sie es zu verkaufen wünschen, empfohlen, unter den Käufern der Bürger- oder Ortsgemeinde Frauenfeld oder dem Kanton Thurgau den Vorzug zu geben; ferner ist bei einem Verkauf vorzubehalten, dass Änderungen am Schlosse nur mit Zustimmung des Vereins für Erhaltung Schweizerischer Baudenkmäler gestattet seien. Auch sonst ist aus dem Testamente die weise Fürsorge des Verstorbenen für das Wahrzeichen der Stadt zu erkennen. Auch das Haus zur Bleiche jenseits der Murg zählt zum Nachlass des Herrn Dr. Bachmann. Es ist nun verfügt, dass bei einem Verkaufe dieses Hauses zur Erhaltung der Aussicht vom Schlosse aus in die Ergaten und von dieser auf das Schloss die Servitut vorbehalten werde, dass der jetzige Vorplatz zwischen Strasse und Haus höchstens zur Hälfte gegen die Strasse zu überbaut werden dürfe. Ebenso ist für das Schloss die Servitut auf dem Hause zur Bleiche vorzubehalten, dass darin kein Geschäft mit Entwicklung von Rauch, Geruch und Lärm betrieben werden darf.

*

Petroleum!

ARBON. Gestern langte auf Rechnung des hiesigen Konsumvereins eine Zisterne Petroleum an; bald nach Bekanntgabe inszenierte sich eine Völkerwanderung im Kleinen nach dem Bahnhof, mit Geschirren mannigfacher Art ausgerüstet, um dieses «köstliche Nass» zu erlangen; das Petroleum wurde an jedermann, nicht unter 10 Liter abgegeben.

Aktuelle Nachrichten