Was bleibt, ist ein Grieche

Murgspritzer

Mathias Frei
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Wir sind raus, wir Winterthurer. Fertig lustig, Wärmering.Das war das letzte Mal mit euch cheiben Frauenfeldern. Unser Stapi Künzle hat euren Stokholm bereits auf Facebook entfreundet. Man ist wieder per Sie. Recht so. Geht ja gar nicht, wie ihr uns verseckelt habt. Noch vor fünf Jahren habt ihr von einem todsicheren Deal geredet, Geld verdienen und so. Millionen und so. Mega-Rendite, Mega-Businessplan. Umweltschutz, nachhaltig, bla bla bla. Ja, ja. Wir haben mitgemacht, haben unterschrieben, wo wir mussten. Lag natürlich nicht an den paar Gläsli eures Bürgerweins, die es zuvor zu trinken gab. Ein gutes Wyyli, muss man zugeben. Die Millionen hätten wir freilich auch brauchen können. Und dann so was! Was für eine Enttäuschung.

Dabei haben wir euch cheiben Frauenfelder bei diesem Biogas-Dings in Oberi mitmachen lassen. Bei uns stinkt’s zum Himmel, weil es stinken muss – im Gegensatz zu diesem cheiben Wärmering. Unsere Farben habt ihr uns genommen, dann unsere Wärmering-Millionen! Und jetzt sogar noch Savvas! Unseren Savvas Exouzidis, unseren ehemaligen FC-Winterthur-Publikumsliebling, unseren Deutsch-Griechen, unseren Fussballgott. Wir haben wenige Götter, Rainer Bieli, Victor Giacobbo vielleicht, sicher Patrick Bengondo und eben Savvas, den neuen Spielertrainer beim FC Frauenfeld. Die Welt ist ungerecht. Und wir sind euer Selbstbedienungsladen. Was bleibt uns noch? «Rot und Wyss es Lebe lang» singen und zum Trost ein paar Getränke in der Bierkurve.

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

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