WARTH-WEININGEN: Warth-Weiningen macht sich fit

Ein neues Infrastrukturgebäude, ein Glasfasernetz und eine umsorgte Seniorengeneration: Diese Themen will Warth-Weiningen in den nächsten Jahren anpacken. Einen ersten Schritt machten die Stimmbürger an der freitäglichen Gemeindeversammlung.

Evi Biedermann
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Hans Müller, Gemeindepräsident Warth-Weiningen. (Bild: Evi Biedermann)

Hans Müller, Gemeindepräsident Warth-Weiningen. (Bild: Evi Biedermann)

WARTH-WEININGEN. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, was in naher Zukunft in Warth-Weiningen passiert. In beiden Dörfern ist eine rege Bautätigkeit sichtbar. Hinzu kommt, dass weitere fünf Einfamilienhäuser und ein Mehrfamilienhaus geplant sind. Das werde der Gemeinde in den nächsten zwei Jahren einen Bevölkerungszuwachs bescheren wie nie zuvor, ist Gemeindepräsident Hans Müller überzeugt. «Für diese Veränderung wollen wir uns fit machen», sagte er an der freitäglichen Gemeindeversammlung.

Ersten Kredit gesprochen

Der Gemeinderat will dafür Projekte realisieren, die aus Umfragen bei den Aktionen «Mitenand vorwärts» und «Umsorgt älter werden in Warth-Weiningen» entstanden. Das betrifft ein Infrastrukturgebäude, die Seniorengeneration und den Ausbau des Kommunikationsnetzes. Für die Infrastrukturanlage beantragte der Gemeinderat an der Versammlung einen Kredit von 20 000 Franken. Das Geld wird für eine fachliche Unterstützung bei der Ausarbeitung des Bedürfniskatalogs eingesetzt. Mit dem frühen Einbezug der Stimmbürger will man den Puls der Bevölkerung spüren, wie man nun, wo es ernst wird, zu einem Infrastrukturgebäude steht. Der Gemeinderat könnte auch im Alleingang über das Geld verfügen, seine Ausgabenkompetenz liegt bei 50 000 Franken. Noch ist der Begriff weit gefasst, dennoch bewilligten alle 75 anwesenden Stimmbürger den Kredit. So gut wie sicher ist, dass die Gemeindekanzlei im neuen Gebäude einziehen wird. Weitere Räume will man an externe Mieter vergeben. Der Zeitplan ist sportlich: Planungsarbeiten bis 2017, Bau 2018/2019, Fertigstellung 2019.

Mit dem Flyer «Aktives Gemeindeleben» legte Gemeinderätin Heidi Sauder ein erstes Ergebnis der Arbeit aus dem Projekt «Umsorgt älter werden in Warth-Weiningen» vor. Ihre Gruppe hat vier Aktivitäten organisiert, die mit Ausnahme einer Wanderung am 30. Juni alle ab September angeboten werden. Der Flyer wird in den nächsten Tagen an alle Haushalte der Gemeinde verschickt. Man arbeite eng mit einer anderen Teilgruppe dieses Projekts zusammen, erklärte Hans Müller, denn diese befasse sich ebenfalls mit dem Thema Gebäude und Wohnen.

Glasfasernetz in Planung

Mittelfristig soll Warth-Weiningen ans Glasfasernetz angeschlossen werden. «Eile besteht nicht», sagte Gemeinderat Andreas Schlatter, «unsere Gemeinde hat ein gut funktionierendes Koaxial-Kabelnetz». Mindeststandard soll neu ein Fibre-to-the-Home-Netz mit zwei Fasern sein. Es soll in Etappen gebaut werden. Angestrebt wird, jede Wohnung zu erschliessen. Der Baubeginn ist in zwei, drei Jahren geplant, der Endausbau in sieben bis neun Jahren.

Ins Bürgerrecht von Warth-Weiningen aufgenommen wurde Daniel Scheffler. Der 42jährige deutsche Staatsbürger wohnt seit 25 Jahren in der Schweiz und erhielt in geheimer Wahl 74 von 75 möglichen Stimmen.

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