WARTH-WEININGEN: Steuerfüsse auf Talfahrt

Die Einwohner dürfen sich freuen. 2018 sinken die Steuern. Die Gemeinde legt ein Budget vor mit einem um drei Punkte tieferen Steuerfuss, bei der Schulgemeinde sind es sogar fünf Prozentpunkte weniger.

Evi Biedermann
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Evi Biedermann

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Voraussetzung für die Steuererleichterung ist, dass die Stimmbürger an den beiden bevor­stehenden Versammlungen das Budget 2018 annehmen und ­damit auch den tieferen Steuerfüssen zustimmen, mit denen die Budgets 2018 kalkuliert sind. Die Politische Gemeinde schlägt eine Senkung von drei Prozentpunkten vor, die Primarschule eine um fünf Punkte. Dennoch budgetieren beide einen Ertragsüberschuss. Die Gemeinde rechnet bei einem Steuerfuss von neu 32 Prozent (bisher 35) mit 8700 Franken Mehreinnahmen, die Primarschule mit 15800 Franken bei einem Steuerfuss von neu 41 Prozent (bisher 46 Prozent).

Die erfreuliche Finanzlage ergibt sich, weil die rege Bautätigkeit der vergangenen Jahre mehr Steuerzahler nach Warth-Weingen brachte. «Allein in diesem Jahr erhielten wir etwa 50 neue Einwohner», erklärt Gemeindepräsident Hans Müller. Markant ins Gewicht fällt dabei die Überbauung Geeren mit 35 Eigentums- und Mietwohnungen.

Anstieg von Schülerzahlen entlastet Schulfinanzen

Zwar sind in den sieben Mehr­familienhäusern nicht so viele ­Familien eingezogen wie erhofft, aber die Schülerzahlen sind dennoch gestiegen. Budgetierte die Schulgemeinde vor zwei Jahren noch mit Planungswerten von 93/95 Kindern (2016), rechnet das Budget 2018 nun mit 99/116 Kindern (2018). Die Kehrseite der Medaille indes ist der Finanzausgleich an den Kanton. Beide Gemeinden budgetieren hier massiv höhere Abgaben. Gegenüber 2017 erhöht sich der Beitrag der Politischen Gemeinde um 110000 Franken auf 430000 Franken. Bei der Schule steigt er von 340000 Franken auf 606000 Franken.

Nebst dem Budget wird an der Gemeindeversammlung über das neue Baureglement (BauR) von Warth-Weiningen und die Anpassung des Zonenplans abgestimmt. Das BauR wurde von 13 Gemeinden aus der Regio Frauenfeld gemeinsam erarbeitet. Im neuen Zonenplan sind die Parzellen 270 bis 272 in der Vogelhalde (zwischen den beiden Dörfern) dem Nichtbaugebiet zugewiesen. Zudem ist die Gefahrenkarte in den Zonenplan integriert.

Altersprojekt wird unter neuem Namen weitergeführt

Neuigkeiten gibt es auch zum Projekt «Umsorgt älter werden in Warth-Weiningen». Ab 1. Januar 2018 gehen die Aktivitäten in die Interessengemeinschaft Generationen (IGG) über. Diese ist jetzt in der Gründungsphase und wird sich aus bisherigen Mitgliedern der einzelnen Projektgruppen und allenfalls neuen Interessierten zusammensetzen. Die IGG wird im Auftrag der Gemeinde auch das den Einwohnern im August vorgestellte Alterskonzept umsetzen. Die zuständige Gemeinderätin Heidi Sauder wird an der Gemeindeversammlung über die weiteren Entwicklungen informieren.

Hinweis

Schulgemeindeversammlung: Donnerstag, 30. November, 20 Uhr, Mehrzweckraum Schulhaus Vogelhalde; Gemeindeversammlung: Dienstag, 12. Dezember, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.