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WARTH-WEININGEN: «Mached vorwärts!»

Die Gemeinde hat ein Alterskonzept erarbeitet. Bevor es in die Vernehmlassung geht, konnte sich die Bevölkerung an einer Veranstaltung dazu äussern.
Evi Biedermann

Seit zwei Jahren beteiligt sich Warth-Weiningen mit drei weiteren Pilotgemeinden am Projekt «Älter werden in der Gemeinde» der Regio Frauenfeld. An einer Zukunftskonferenz im Februar 2016 wurde die Bevölkerung erstmals einbezogen, und seither engagieren sich über 20 Personen aus beiden Dörfern in drei Teilprojekten für den Aufbau und Betrieb von bedarfsorientierten Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Menschen. Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit Warth-Weiningens Einwohner mit zunehmendem Alter die Gesundheit wahren und am Sozialleben teilnehmen können.

Was es dafür alles braucht, hat eine der drei Teilprojekt­gruppen in einem Alterskonzept zusammengefasst und letzten November dem Gemeinderat vorgelegt. Seither ist an diesem Entwurf gewerkt worden, bis ein Alterskonzept mit gemeinde­spezifischen Standards auf dem Papier war, wie es nun vorliegt. Bevor es verabschiedet wird, lud der Gemeinderat die Bevölkerung zum Mitreden ein. «Wir wollen sicher sein, dass nichts Wichtiges vergessen geht», sagte Gemeindepräsident Hans Müller an einer Infoveranstaltung mit rund 60 Besuchern.

An den Tischen engagiert diskutiert

Kernthemen des Alterskonzepts sind die soziale Integration, Wohnen und Infrastruktur, Aktivitäten, Gesundheit, administrative Beratung und Finanzen, Information und Kommunikation sowie Freiwilligenarbeit. Wie sich zeigte, kann kaum eines der Themen isoliert betrachtet werden. Kommunikation etwa dringt überall ein. Denn wenn Informationen nicht vorhanden sind oder nicht verstanden werden, ist eine Teilnahme am öffentlichen Leben nicht möglich. «Der per­sönliche Kommunikationsweg darf in der modernen Gesellschaft nicht verlorengehen», mahnte Doris Dubs, die an einem der sechs themenspezifischen ­Tischen die Diskussion führte. Intensiv debattiert wurde am Nebentisch, wo es ums Wohnen und die Infrastruktur ging, was – wie inzwischen klar ist – so viel heisst wie «Alterswohnungen und Gemeinde unter einem Dach». Ein Teilnehmer vermisste zudem den Durchblick. Ihm hat es zu viele Formulierungen wie «wir unterstützen», «wir fördern» oder «wir begrüssen» im Text. Wann er denn mit etwas Handfestem rechnen könne, fragte er den Gemeindepräsidenten, der ebenfalls mitdiskutierte. «Mached fürschi!», doppelte ein weiterer Teilnehmer nach.

Die Arbeit beginnt nicht bei null

Vorwärts geht es, aber nicht überall mit dem gleichen Tempo. Das Alterskonzept als Ganzes indes soll bis spätestens Ende Jahr finalisiert und vom Gemeinderat abgesegnet sein. «Wir müssen nicht bei null beginnen», erklärte Müller. Es sei schon sehr viel und Gutes geleistet worden in den einzelnen Projektgruppen. «Darauf können wir aufbauen.» Für die Umsetzung wird eine noch zu bildende Interessengemeinschaft beauftragt. «Dem Gemeinderat fehlt dafür die Zeit», erklärte Müller. Die IG Alter, IG Senioren oder wie die Gruppe dann letztlich heissen wird, erhält vom Gemeinderat einen Leistungsauftrag, der nach einem Pflichtenheft zu erfüllen ist.

Evi Biedermann

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

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