WARTH-WEININGEN: Land in Sicht

Die Feuerwehr bekommt neue Brandschutzkleidung. Das beschlossen am Donnerstag die Stimmberechtigten an der Budgetgemeinde. Ein Ja gab es auch zur Erschliessung von Bauland.

Evi Biedermann
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Evi Biedermann

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Im Rohr befinden sich drei Parzellen in der Bauzone, die noch nicht erschlossen sind. Die Revision des Zonenplanes von Warth-Weiningen von 2013 nimmt nun die Gemeinde in die Pflicht. «Gemäss Planungs- und Baugesetz unseres Zonenplans müssen wir diesen Bereich erschliessen», erklärte Gemeindepräsident Hans Müller an der Gemeindeversammlung vom Donnerstagabend. Das Budget 2017 rechnet für Verkehrszugang, Werkleitungen für Wasser, Strom und Kommunikation sowie Anlagen für die Abwasserbeseitigung mit Kosten von 200000 Franken.

Ein Stimmbürger wehrte sich gegen den Ausbau des jetzigen Feldwegs in eine Zugangsstrasse. Er war der Meinung, der Zugang zu den Parzellen müsse von der gegenüberliegenden Seite erfolgen. Er stimmte denn auch als einziger gegen das Projekt, das demnächst öffentlich aufgelegt wird.

Zukünftig besser gegen Brände gewappnet

Im Zusammenhang mit der Erschliessung wird in diesem Bereich auch das vorgelagerte Elektrizitätsnetz für 45000 Franken saniert. «Damit sind wir auf dem neusten Stand», erklärte Müller. Der gesamte Kredit beträgt somit 245000 Franken, die Erschliessungskosten werden jedoch später den Grundeigentümern verrechnet. Der zweite bewilligte Kredit beschert den Feuerwehrleuten des Zweckverbands Thur-Seebachtal eine neue Brandschutzausrüstung. Für insgesamt 121 200 Franken werden 80 Ausrüstungen angeschafft. Davon fallen 36360 Franken auf Warth-Weiningen, die restlichen Kosten werden nach einem Verteilschlüssel den Gemeinden Hüttwilen und Uesslingen-Buch belastet. Abgestimmt jedoch wurde am Donnerstag über den ganzen Kredit.

Wie Heidi Sauder mitteilte, ist das Projekt «Umsorgt älter werden» auf erfreulich gutem Kurs. Zusammen mit dem Kernteam arbeiten Gruppen von Freiwilligen an den Themen «Neue Wohnformen im Alter», «Aktives Gemeindeleben» und «Nachbarschaftshilfe». In die Nachbarschaftshilfe soll auch der Besuchs- und Hilfsdienst einfliessen, der auf Ende 2016 aufgelöst wurde. Als Übergangslösung werden nun diese Dienste über die Telefonnummer 079 677 34 76 (jeweils von 8 bis 11 Uhr) sichergestellt. Die Gruppe «Wohnen im Alter» hat eine Übersicht von Wohnformen zusammengestellt und will im Frühjahr eine Umfrage durchführen, um von der Bevölkerung Details über Wünsche und Vorstellungen zu erfahren.

Gemeindepräsident Müller streifte kurz das geplante Infrastrukturgebäude, welches dem im April 2014 lancierten Projekt «Mitenand vorwärts» entspringt. Schnell kamen Fragen aus dem Publikum. Viel könne er noch nicht sagen, sagte Müller, ausser dass das Projekt vorangetrieben werde. «Es gibt sehr viel, das abgeklärt werden muss», erklärte der zuständige Gemeinderat Peter Meuli. Als möglichen Standort erwähnte Müller das Land östlich des Schulhauses, das der Gemeinde gehört. «Es gibt aber auch bestehende Gebäude, die umgenutzt werden könnten.» Zum Einzug eines Ladens meinte er, dass dies sehr schwierig werden würde. «Bis jetzt wäre nur Volg bereit, einen Laden zu führen.»

Heidi Sauder tritt aus Gemeinderat zurück

Auf Ende 2017 wird Heidi Sauder aus dem Gemeinderat austreten. «Verabschieden und ehren werden wir sie aber erst Ende Jahr», sagte Müller. Ihr Rücktritt erfolge geplant, damit die Kontinuität im Gemeinderat erhalten bleibe, denn auf Ende Mai 2019 würden weitere Rücktitte erwartet. Die Ersatzwahl ist am Abstimmungswochenende vom 24. September vorgesehen. Interessierte können sich aber bereits jetzt bei der Gemeinde melden.

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