WARTH-WEININGEN: Der Strom kommt künftig von oben

Auf dem Dach der Primarschule wird nun definitiv eine Fotovoltaikanlage installiert. Die Rechnung 2016 schliesst mit einem Gewinn von über einer Viertelmillion Franken ab.

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Die Visualisierung zeigt die Grösse der Fotovoltaikanlage für das Primarschulhaus. (Bild: Alsol AG/PD)

Die Visualisierung zeigt die Grösse der Fotovoltaikanlage für das Primarschulhaus. (Bild: Alsol AG/PD)

Das Thema Solarstrom vom Dach beschäftigt die Schule schon seit einigen Jahren. Ging man ursprünglich von einem Vollausbau mit 100 Kilowatt Leistung aus, für den bereits eine Vorfinanzierung bewilligt worden war, hat sich die Schulbehörde letztlich aus technischen und wirtschaftlichen Gründen dagegen entschieden. Das wurde den Schulbürgern bereits an der letzten Versammlung mitgeteilt. Am Donnerstag nun erhielten sie eine abgespeckte Variante mit einer 30-Kilowatt-Leistung vorgelegt, verbunden mit einem Kreditantrag von 80000 Franken, der von den 55 anwesenden Stimmbürgern auch bewilligt wurde. Die Aufdachanlage wird auf dem Schulhaustrakt installiert und bedeckt 170 Quadratmeter Ziegel. Im Gegensatz zur anfangs favorisierten Poweranlage sei für die abgespeckte Variante kein Netzausbau nötig und es könne mit einer Einmalvergütung des Bundes von 14000 Franken gerechnet werden, erklärte Gemeinderat Alex Lehmann. Die Jahresproduktion entspricht etwa 70 Prozent des Stromverbrauchs der Schule.

Die Anlage soll aber nicht nur Strom produzieren, wie Lehmann festhielt: «Die Anlage hat auch einen pädagogischen Wert.» Kinder, die im Schulhaus ein- und ausgingen, sollten erfahren, woher der Strom komme. Verfolgen können sie das künftig auf einer speziellen Anzeige, die aufzeichnet, was passiert.

Geldsegen dank deutlich mehr Steuern

In der Rechnung 2016 überstrahlt ein Konto alle anderen: Die Schulsteuern fielen um 560000 Franken höher aus als erwartet. Dank dem Geldsegen schliesst die Rechnung nicht wie budgetiert mit einem Verlust, sondern mit einen Gewinn von knapp 260000 Franken. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass die Mehreinnahmen bei den Steuern auch den Finanzausgleich in die Höhe treiben. Insgesamt zahlt die Schule über 570000 Franken an den Kanton. Vom Gewinn werden 181100 Franken für Sonderabschreibungen verwendet, 78500 Franken fliessen ins Eigenkapital, das nun rund 2,29 Millionen Franken beträgt. (bie)