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WARTH: Auf der Kippe

Der Volg-Laden im Dorf macht zu wenig Umsatz. Wenn sich die Zahlen mittelfristig nicht verbessern, kann es eng werden. Die Politische Gemeinde will die Einkaufsmöglichkeit unter allen Umständen erhalten.
Mathias Frei
Die Volg-Filiale an der Kirchgasse 6 in Warth. (Bild: Reto Martin)

Die Volg-Filiale an der Kirchgasse 6 in Warth. (Bild: Reto Martin)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Hans Müller tätigt jede Woche sicher ein bis zwei Einkäufe im Dorfladen. «Und wenn die Gemeinde einen Anlass hat, kaufen wir für den Apéro selbstverständlich auch in unserem Volg ein», sagt Gemeindepräsident Müller. Wenn sich jeder Einwohner von Warth-Weiningen den Gemeindepräsidenten zum Vorbild nehmen würde, ginge es dem Volg in Warth gut.

Ginge es gut, also Konjunktiv. Denn derzeit läuft es der letzten Einkaufsmöglichkeit in der Gemeinde mehr schlecht als recht. Deshalb ruft der Gemeinderat in einer aktuellen Mitteilung auf, «den Dorfladen wieder vermehrt zu nutzen». Es sei der Behörde ein grosses Anliegen, den Dorfladen zu erhalten. «Wenn wir keinen Laden mehr haben, haben wir nichts mehr», sagt Gemeindepräsident Müller. So befindet sich auch die Postagentur im Volg. Müller weiss zwar, dass die heutige Lage nicht die beste ist. Zudem ist das Ladenlokal an der Kirchgasse 6 klein. Aber er hofft auf ein neues Infrastrukturgebäude bei der Schulanlage.

Neubau in Dorfmitte erst in der Projektierungsphase

In diesem Neubau auf Land der Gemeinde könnte die Verwaltung untergebracht werden. Alterswohnungen sind ein Thema, am ehesten genossenschaftlich organisiert. «Und auch eine Fläche für eine Einkaufsmöglichkeit für den täglichen Bedarf hat für uns sehr hohe Priorität», sagt Hans Müller. Die Schwierigkeit besteht aber darin, dass man derzeit erst in der Projektierungsphase für einen derartigen Neubau steht. Wenn es gut laufe, wisse man in der ersten Hälfte 2019, ob und was gebaut werde. Aber stehen tut dann noch nichts. «Wir müssen unseren Volg-Laden noch einige Jahre in Warth durchbringen, sagt Müller.

Die Volg Detailhandels-AG aus Winterthur betreibt den Warther Volg. In Sachen Verkaufsfläche ist er verhältnismässig klein. Derzeit wird mit maximal 150 Stellenprozenten gearbeitet. Als Bereichsleiter Verkauf Nordschweiz ist Hanspeter Bührer für die Filiale zuständig. «In den vergangenen Jahren war es umsatzmässig ein Auf und Ab am Volg-Standort Warth», sagt er. Im Rechnungsabschluss 2017 sei der Umsatz rückläufig gewesen. Wie Bührer erklärt, steht eine Schliessung nicht unmittelbar bevor. Die Problematik sei eher von mittel- bis langfristiger Natur. Eng wird es aber dann, wenn diese Negativentwicklung über mehrere Jahre anhält und gleichzeitig Investitionen nötig werden würden. Denn dann steht die Wirtschaftlichkeit der Investitionen im Zentrum. Wobei grad in nächster Zukunft keine grösseren Investitionen geplant seien, kann Bührer aber beruhigen.

Wie schlimm steht es umsatzmässig eigentlich um den Volg in Warth? «Wenn jede Einwohnerin, jeder Einwohner von Warth-Weiningen pro Woche 50 Franken im Laden ausgeben würde, liefe er gut», sagt Bührer. Dieser Wert wird derzeit aber nicht erreicht. Ein grösserer Volg in der Dorfmitte in einem Neubau an der Hauptstrasse wäre visuell präsenter und könnte vom grösseren Verkehrsaufkommen profitieren. «Wir stehen im regelmässigen Austausch mit Volg», sagt Gemeindepräsident Müller. Und Volg-Vertreter Bührer meint, dass ein Umzug in neues, grösseres und besser gelegenes Ladenlokal Thema werden könnte und dass man dann sicher Gespräche führen werde mit der Gemeinde.

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