Warten auf die Wolgaschlepper

ESCHENZ. Die Propsteisänger aus Wagenhausen gaben am Montag in Eschenz ein Konzert. Die 300 Besucher zeigten sich begeistert.

Peter Spirig
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Die Propsteisänger in der Kirche von Eschenz am Montagabend. Nach ihrem Konzert ernteten sie viel Applaus. (Bild: Peter Spirig)

Die Propsteisänger in der Kirche von Eschenz am Montagabend. Nach ihrem Konzert ernteten sie viel Applaus. (Bild: Peter Spirig)

Am Montagabend taten die Gäste gut daran, in der Kirche in Eschenz frühzeitig einen Platz zu besetzen. Die Propsteisänger Wagenhausen gaben ein weihnachtliches Konzert. Das frühe Kommen lohnte sich, denn schliesslich füllte sich die Kirche mit über 300 Besuchern bis fast auf den letzten Platz.

Russische Musik zog Gäste an

Besucherin Barbara Lüssy aus Winterthur freute sich besonders auf das Lied «Ej Uchnjem», das von Wolgaschleppern handle und sie an den Sänger Ivan Rebroff erinnere. Es war nicht das einzige Stück, das an den grossen Sänger erinnerte. Auch «Kol Slaven nas» (Ich bete an die Macht) stand auf dem Programm. Darauf freute sich Banknachbarin Sabine Lukombo aus Paris. Zusammen mit ihren beiden Buben liess sie es sich nicht nehmen, während eines Urlaubs in der Schweiz das Konzert zu besuchen.

Dudelsäcke und Gemshörner

Zuerst traten Christoph Peter und seine Tochter Magdalena Peter aus Weisslingen auf. Sie spielten auch zwischen den Gesangsblöcken auf Dudelsäcken, Hummelchen, Schalmeien und Gemshörnern. Nach dem ersten Beitrag der Propsteisänger wünschte Präsident Daniel Poloni, dass man in eine geheimnisvolle Weihnachtsstimmung eintauchen könne. Kantor Cornelius Bader bat, nicht nach jedem Lied zu klatschen: «Die Musik kann nicht nachklingen.» Dafür durfte der Beifall nach jedem Block umso kräftiger ausfallen. Am Schluss des Konzerts wurde das von vielen erwartete «Ti cha ja notsch» gesungen. Es handelt sich um die russische Version von «Stille Nacht, heilige Nacht». Es folgten langanhaltender Applaus und stehende Ovationen.

Die Propsteisänger proben in den wärmeren Monaten in der Propsteikirche Wagenhausen – daher rührt ihr Name. Gegründet wurde der Chor von Mönchchor-Sängern, die dem Steiner «No e Wili» angehörten.

www.propsteisaenger.ch