«Warte, seckle, warte», bis es brennt

Am Schlussrapport 2011 blickte die Frauenfelder Feuerwehr auf ein insgesamt ruhiges Jahr mit einem aussergewöhnlichen Einsatz zurück.

Severin Schwendener
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Kommandant Högger und die neuen Frauenfelder Feuerwehrleute. (Bild: Severin Schwendener)

Kommandant Högger und die neuen Frauenfelder Feuerwehrleute. (Bild: Severin Schwendener)

FRAUENFELD. Natürlich war der Brand in der Tuchschmid-Halle auch beim Schlussrapport der Frauenfelder Feuerwehr im grossen Bürgersaal des Rathauses ein Thema. Nicht nur, weil ihm die Autodrehleiter zum Opfer fiel, was zwei Provisorien sowie eine Neuanschaffung zur Folge hatte. Sondern auch, weil erst im Nachhinein wirklich deutlich wurde, wie viel Glück im Spiel war, dass beim Brand niemand ernsthaft verletzt wurde. «Wir haben an dem Tag mehrmals das Glück des Tüchtigen eingefordert», zog Kommandant Benno Högger erleichtert Bilanz. Abgesehen vom spektakulären Einsatz in der Tuchschmid AG war das Jahr 2011 aber aus Sicht der Feuerwehr ein eher ruhiges Jahr. Mit bislang 108 Einsätzen lag man leicht unter dem langjährigen Mittel.

Umfangreiche Schulungen

Damit die Feuerwehr trotzdem für den Ernstfall gerüstet ist, wurde viel Zeit in Schulung investiert. Nach dem Grundsatz «warte, seckle, warte» versuche man die Zeit des Wartens konstruktiv zu füllen und trainiere regelmässig für den Ernstfall. Dazu gehören neben Fahrtrainings und Einsatzübungen auch eine Vielzahl von Kursen. Einen Schwerpunkt legte die Feuerwehr im letzten Jahr auf die Bereiche Absturzsicherung und Atemtraining. Von der regen Weiterbildung zeugten auch mehrere Beförderungen, die nach erfolgreichem Abschluss von Kursen und Übungen erfolgt.

Zwölf Neurekrutierungen

Besonders stolz war Benno Högger, dass es gelungen war, zwölf neue Mitglieder für die Feuerwehr zu gewinnen. Dies, obwohl der Frauenfelder Feuerwehr im nächsten Jahr mit der Reduktion von drei auf zwei Pikettzüge die grösste Reorganisation seit den Siebzigerjahren ins Haus stehe. Grund dafür sei, dass der Bestand zu klein geworden sei, um drei Züge aufrecht zu erhalten. Allerdings sei die Reorganisation breit abgestützt: Trotz einer gewissen Fluktuation verlasse wegen der geplanten Reorganisation niemand die Feuerwehr. Auch Stadtrat Ruedi Huber betonte die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gerade auch in Zeiten des Umbaus.