Wanderfalke löst Feldlerche ab

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Pfyn 40 Prozent der einheimischen Vogelarten sind bedroht, weil ihre Lebensräume nur noch unzureichend ihren Bedürfnissen entsprechen oder gänzlich verschwunden sind. An der Jahresversammlung des Thurgauer Vogelschutzes zog Vorstandsmitglied Mathis Müller kürzlich vor 60 Delegierten eine erste Bilanz aus den Kartierungen für den Brutvogelatlas für die Jahre 2013 bis 2016. Grosse Verluste sind erneut bei der Feldlerche zu verzeichnen, aber auch alltäglichere Arten wie Wachholderdrossel, Gartengrasmücke, Neuntöter und Grauschnäpper haben im Thurgau wie schweizweit abgenommen. Artenförderungsprogramme bieten hier eine Möglichkeit, den Artenschwund zu bremsen. So hat sich die Schleiereulen- und Turmfalkenpopulation im Thurgau stabilisiert und sogar leicht zugenommen. Aufwertungsmassnahmen an Gewässern und milde Winter haben dem Eisvogel geholfen: Seit 2013 ist seine Zahl stark angewachsen. Der Bestand der Greifvögel nimmt ebenfalls zu; der Wanderfalke ist neu in den Thurgau zugewandert. (red)