Walter Schönholzers erste Rede bei der SP

WEINFELDEN. FDP-Regierungsratskandidat Walter Schönholzer versuchte am SP-Parteitag auch in der Linkspartei Wahlstimmen zu generieren. Zum ersten Mal spreche er an einer SP-Versammlung, liess er verlauten.

Christoph Heer
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WEINFELDEN. FDP-Regierungsratskandidat Walter Schönholzer versuchte am SP-Parteitag auch in der Linkspartei Wahlstimmen zu generieren. Zum ersten Mal spreche er an einer SP-Versammlung, liess er verlauten. SP-Parteipräsidentin Barbara Kern liess sich am Schluss seiner Ausführungen zu folgender Aussage verleiteten: «Wir können Walter Schönholzer zu hundert Prozent empfehlen.» Die Genossinnen und Genossen folgten dem Aufruf ihrer Parteipräsidentin einstimmig (bei vier Enthaltungen) und werden bis zur Regierungsratswahl am 28. Februar Walter Schönholzer zur Wahl in den Regierungsrat empfehlen. Den anderen neuen Regierungsratskandidaten, den grünliberalen Ueli Fisch, luden die Sozialdemokraten mit Verweis auf die Konkordanz nicht an ihren Parteitag ein. Ein Wahlempfehlung für Schönholzer war dadurch von vornherein so gut wie sicher.

Man ist sich einig

Am Mittwochabend im Weinfelder Restaurant Traube fasste die SP auch die Parolen für drei nationale Abstimmungen. Während sie die Nein-Parole für die zweite Gotthardröhre bereits im Oktober beschlossen hatte, wurden nun die anderen drei Vorlagen behandelt. Eine absolut einstimmige Nein-Parole fährt die SP bei der Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe» (als Pro-Referent sprach CVP-Kantonsrat Patrick Hug, sah sich jedoch auf verlorenem Posten). Auch die SVP-Durchsetzungs-Initiative wurde einstimmig abgelehnt. Sie sorgte für erhitzte Gemüter. «Die SVP interessiert sich nur für ihre eigenen Anliegen», «wir müssen miteinander, nicht gegeneinander leben», «eine Bankrotterklärung unserem Rechtsstaat gegenüber», so einige der Aussagen. Und Kantonsrätin Aliye Gül forderte, dass man Geld in die Hand nehmen solle, um eine Gegenpropaganda in Gang zu bringen.

Andrang für den Grossen Rat

Rahel Geyer von den Jungsozialisten referierte über die Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln». Auch zu diesem komplexen Thema zeigten sich die Anwesenden einheitlich und fassten mit 41 zu 0 Stimmen die Ja-Parole. Kurz anvisiert wurde zum Schluss der Tagung die Grossratswahl vom 10. April. Über 100 Thurgauer SP-Kandidaten stellen sich diesem Wahlkampf.

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