Wald durch Beobachtung schützen

Der Thurgauer Regierungsrat beteiligt sich weiter am interkantonalen Waldbeobachtungsprogramm. Für 2013 bis 2017 hat die Regierung insgesamt 280 000 Franken dafür bewilligt.

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FRAUENFELD. Im Umfeld der intensiven Diskussionen um das Waldsterben in den 80er-Jahren schlossen sich mehrere Kantone zusammen, um gemeinsam ein langfristiges Waldbeobachtungsprogramm aufzubauen.

Ablagerung von Schadstoffen

Die Thurgauer Regierung schreibt, dass die Resultate zeigten, dass sich die schleichenden Prozesse insbesondere im Boden ungünstig auf die Gesundheit der Bäume, die Stabilität und das Wachstum des Waldes auswirkten. Auslösendes Element dieser Veränderungen sei die grossflächige Ablagerung von Schadstoffen im Wald, die über die Luft verfrachtet würden. Dabei spiele der Stickstoffeintrag eine Schlüsselrolle. Seit 2007 laufe im Thurgau auch deshalb das Ressourcenprojekt Ammoniak, das mit der Förderung der Schleppschlauchtechnik dazu beitrage, die Stickstoffbelastung zu verringern.

Thurgau seit 2006 dabei

Bereits im Jahr 2006 hat sich das Forstamt Thurgau entschlossen, am Programm mitzuwirken, um die wertvolle, langfristig angelegte Datenreihe wichtiger Messgrössen nicht abbrechen zu lassen. In der letzten Periode von 2009 bis 2013 ist das Programm um die Baumart Eiche ergänzt worden. Der Eiche wird aufgrund der erwarteten Klimaveränderungen zukünftig ein grosses Potenzial eingeräumt. Im Thurgau sind an sechs Orten Beobachtungsflächen bezeichnet worden, und zwar in den Forstrevieren am Rhein, Feldbach, Wellenberg-Nord, Romanshorn, am Nollen sowie Sirnach. Beobachtet werden die Baumarten Fichte, Buche und Eiche.

Insgesamt wird mit Kosten von 775 000 Franken für die neun teilnehmenden Kantone bis 2017 gerechnet. Daraus ergeben sich für den Thurgau Kosten von jährlich knapp 68 000 Franken. Für die gesamte Laufzeit von 2013 bis 2017 sind das 280 000 Franken.( red.)