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WAGENHAUSEN: Es gibt viel zu baggern

Die zweite Etappe des Hochwasserschutzprojekts nähert sich ihrem Ende. Noch sind allerdings Bauarbeiten im Eichebüel im Gange. Als letzte Etappe ist im Herbst der Mülibach an der Reihe.
Ursula Junker
Erdbewegungen an der Stelle, wo der Steibach in den grossen Kanal mündet. (Bild: Ursula Junker)

Erdbewegungen an der Stelle, wo der Steibach in den grossen Kanal mündet. (Bild: Ursula Junker)

Ursula Junker

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

«Es haben wohl alle unterschätzt, wie viel Aushub bewegt werden musste.» Das stellte der Wagenhauser Gemeindepräsident Harry Müller am Donnerstag beim Medientermin auf der Baustelle Eichebüel oberhalb Kaltenbach fest. Ein Blick auf die Baustelle im Ortsteil Kaltenbach genügte. Wie eine Wunde klafft das neue Rückhaltebecken noch in der Landschaft. Am Eichebüel sollen künftig Wassermassen aufgehalten werden, wenn es denn zu einem grossen Niederschlagsereignis kommen soll. Das Bauvorhaben unter der Obhut des Thurgauer Amtes für Umwelt kommt nicht nur der Sicherheit der Gemeinde Wagenhausen zugute, sondern auch dem benachbarten Stein am Rhein (siehe Kasten)

Noch steht der Bagger im Einsatz, Schaufel um Schaufel häuft er auf, steht gleich neben der Stelle, wo der Steibach in einen grosszügig dimensionierten unterirdischen Kanal mündet. «Hier wird das Wasser erstmals gedrosselt», sagt Urban Fenner von der Fröhlich Wasserbau AG, Frauenfeld. Um die möglichen grossen Wassermassen besser zu steuern, wurde im vergangenen Jahr bereits das Bachbett erweitert.

Ein zweites Becken mit Überlaufkapazität

Zurück zur Baustelle, wo seit einigen Wochen intensiv gearbeitet wurde. Denn sozusagen gleichzeitig mit dem Bau des Beckens Eichebüel wurde auch das weiter unten liegende zweite Rückhaltebecken Wisetal erstellt. Hier gab es bereits einen Weiher, der nun durch einen zweiten ergänzt wurde, mit der entsprechenden Überlaufkapazität. In der schon bis anhin extensiv genutzten Zone besteht viel Platz für Renaturierung.

Für die umfangreichen Erdbewegungen, die das gesamte Projekt zur Folge hatte, war das insofern ein Vorteil, als mit dem Aushub des «Wisetal» beim «Eichebüel» aufgefüllt werden konnte. Das führte allerdings zu Verkehr im Ortsteil Kaltenbach. Während vierzehn Tagen rollten die Lastwagen mit Aushubmaterial durchs Dorf, in Spitzenzeiten gegen 150 täglich. Bedingung war gewesen, dass diese Fahrten während der Schulferien durchgeführt wurden. «Das schöne Wetter der vergangenen Tage begünstigte den Ablauf», stellte ein sichtlich zufriedener Stefan Geiges von der Arbeitsgemeinschaft Geiges und Wellauer fest. Das erlaubte unter anderem auch, die 450 Tonnen Steine in kürzester Zeit zu platzieren.

Bepflanzung erfolgt erst Ende Jahr

Noch sind die Arbeiten im Eichebüel nicht fertig. Hier wird noch aufgefüllt. Letztlich führt dann ein Flurweg über den Damm, der die Zufahrt zur sogenannten Drosselungsstelle gewährleistet. Auch danach sei nicht alles fertig, sagt Fenner. Um jetzt noch Büsche und Bäume zu pflanzen, sei es zu spät. Diese Arbeiten kündete Gemeinderat Kaspar Birrer gegen Ende Jahr an. Zudem sagte er auch, dass man das Gelände im Auge behalte, seine Entwicklung beobachte und wenn nötig korrigierend eingreife.

Den beiden grossen Baustellen folgt im Herbst noch eine weitere Etappe. Der Mülibach, der erst letztes Jahr wieder einmal über seine Ufer trat, erhält ein neues Bachbett mit einem grösseren Durchmesser.

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