Waffen machen zu schaffen

FRAUENFELD. Im Bereich Waffen, Sprengstoff und private Sicherheitsdienste hat die Thurgauer Kantonspolizei mehr zu tun als sonst. Als einen Grund nennt sie die vermehrten Erwerbsschein-Gesuche durch ausländische Staatsangehörige.

Marina Winder
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Nicht mehr nur der Erwerb, sondern auch der Besitz von Waffen ist bewilligungspflichtig. Das gibt viel zu tun für die Kantonspolizei. (Archivbild: Susann Basler)

Nicht mehr nur der Erwerb, sondern auch der Besitz von Waffen ist bewilligungspflichtig. Das gibt viel zu tun für die Kantonspolizei. (Archivbild: Susann Basler)

Die Aufträge für die Polizei im Bereich Waffen, Sprengstoff und private Sicherheitsdienste haben zugenommen. Das erwähnte Polizeikommandant Hans Baltensperger, als er kürzlich vor den Medien Bilanz über das vergangene Jahr zog.

Gegen 1000 Gesuche

Die Gründe für die Zunahme sind in erster Linie administrativer Natur, sagt Mediensprecher Daniel Meili. Denn seit Dezember 2008 benötigt jeder, der Waffen und die dazugehörige Munition vorübergehend in einen Schengen-Staat ein- oder ausführt, einen Feuerwaffenpass. Die Thurgauer Waffenfachstelle stellte bisher rund 250 solcher Pässe aus. Mit dem geänderten Waffenrecht ist zudem nicht mehr nur der Erwerb, sondern auch der Besitz von Waffen bewilligungs- respektive meldepflichtig: Gegen 1000 solcher Anfragen und Gesuche musste die Polizei bearbeiten.

Seit dem 1. Januar sind im Zuge der Justizreform zusätzliche Aufgaben von den ehemaligen Bezirksämtern zur Kantonspolizei übergegangen.

Mehr Zuzüger, mehr Waffen

Neben diesen Aufgaben nannte Baltensperger einen weiteren Grund für den Anstieg der Arbeit: Ausländer reichen vermehrt Erwerbsschein-Gesuche ein. Wie viele es genau sind, ist von der Polizei nicht zu erfahren. Die entsprechenden Zahlen würden nicht statistisch erfasst, sagt der Mediensprecher. Dass die Gesuche von Ausländern zugenommen haben, dürfte vorwiegend mit dem verstärkten Zuzug in den Thurgau zusammenhängen, stellt Meili eine Vermutung an.

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