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Wärme und Strom aus Holz

Eine Anlage der Firma Schmid produziert aus Holzschnitzeln Strom und Wärme. Für Landwirtschaftsbetriebe und KMU eine interessante Alternative.
Ruth Bossert
Daniel Stoll ist von der Firma Spanner und für die Schweiz zuständig. (Bild: pd)

Daniel Stoll ist von der Firma Spanner und für die Schweiz zuständig. (Bild: pd)

ESCHLIKON. «Wenn die Schweiz den Ausstieg aus der Atomkraft schaffen und die ehrgeizigen Ziele der Energiestrategie 2050 erreichen will, ist eine dezentrale Energieproduktion und eine möglichst hohe Eigenversorgung unerlässlich», sagte Josef Gemperle, Kantonsrat und Landwirt, bei der Begrüssung der weit über 100 Interessierten bei der Firma Schmid Energy Solutions. Gemperle lud zusammen mit dem Verband Thurgauer Landwirtschaft, der Holzenergie Thurgau sowie der CVP, FDP und SVP zu dieser Veranstaltung ein. Im Fokus standen Anlagen, die Strom und Wärme aus Holzschnitzeln produzieren. Bisher waren solche nur im obersten Leistungssegment für Grossanlagen mit hoher Grundlast realisierbar. Das kann sich nun aber ändern.

Holzgas treibt Kraftwerk an

Die Firma Schmid vertreibt neu Holzkraftanlagen der deutschen Spanner Gruppe in der Schweiz. Diese Anlagen setzen sich aus einem Holzvergaser und einem Blockheizkraftwerk zusammen. Das Herzstück der Anlage, der sogenannte Reformer, produziert aus naturbelassenen Holzschnitzeln reines Holzgas. Mit diesem wird das Blockheizkraftwerk betrieben. Die dabei erzeugte Wärme kann zur Gebäudeheizung, für Trocknungsanlagen oder Nahwärmenetze genutzt werden. Der erzeugte Strom wird verbraucht oder in das Stromnetz eingespeist. Diese Holzkraftanlage gibt es in unterschiedlichen Grössen.

Die Besucher, welche vorwiegend aus dem landwirtschaftlichen Umfeld stammten, interessierten sich vor allem für die kleinste Anlage. Eine solche kostet ungefähr 60 000 Euro. Ihr sinnvoller Einsatz beginnt bei einem Jahreswärmebedarf von etwa 10 000 Litern Heizöl. Daniel Stoll, Kundenbetreuer Schweiz der Firma Spanner, erklärte, dass eine solche Anlage zusammen mit einer Holzschnitzeltrockungsanlage, Schaltzentrale und dem Vorratsbunker für ungefähr 100 000 Euro realisiert werden kann.

KEV-Unterstützung ist schwierig

Rainer Jahnke, Abteilung Energie des Kantons Thurgau, erläuterte die strategischen Zielsetzungen des Kantons und die entsprechende Umsetzung. Mit Bundesförderung der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) könne man in Zukunft aber kaum noch rechnen. Für eine Wärmekraft-Kopplungsanlage in der kleinsten Grösse vergüte der Kanton 2000 Franken pro Kilowatt elektrischer Leistung. Das heisst, man könnte bei einer 9-Kilowatt-Anlage mit einer Unterstützung von ungefähr 18 000 Franken rechnen.

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