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WÄNGI: «Warum nicht Metzger?»

Ryan Urbans, 16, ist im zweiten Jahr seiner Lehre als Fleischfachmann. Das Ausbeinen der Tiere gefällt ihm besonders gut.
Rossella Blattmann

Rossella Blattmann

rossella.blattmann@thurgauerzeitung.ch

«Wir sind gerade am Wursten!», tönt es laut aus den Arbeitsräumen der Metzgerei Sturzenegger in Wängi. Ryan Urbans ist einer von zwei Lehrlingen im Betrieb, der Fleisch aus der Region und aus ­eigener Schlachterei anbietet. Frische Fleischwaren, aktuell gerade Blut- und Leberwürste, liegen in der Auslage.

Ryan Urbans sitzt am Tisch im Pausenraum der Metzgerei. Der junge Mann stammt ursprünglich aus Hüntwangen im Kanton Zürich. Seit sechs Jahren wohnt er mit seinen Eltern im Thurgau. Urbans kam eher zufällig zum Metzgerberuf. Als es in der Oberstufe um die Berufswahl ging, habe er im Internet nach geeigneten Berufen gesucht. «Per Zufall bin ich dann auf Metzger gekommen. Und ich dachte mir, warum nicht?», sagt Urbans. Nach dem Schnuppern sei schnell klar gewesen, dass er nach Beenden der Schule eine Fleischfachmannlehre beginnen würde.

Er fühlt sich wohl in seiner Haut

Wäh! Blut! Tote Tiere! Es gäbe viele ­junge Menschen, für die wegen solcher ­Aspekte eine Metzgerlehre nie in Frage käme. «Diese Leute haben wenig Ahnung vom Metzgerberuf», sagt Ryan Urbans. Oft sei ihnen nicht bewusst, woher das Schnitzel beim Zmittag überhaupt komme und wie es auf den Teller gelandet sei, gibt Ryan Urbans zu bedenken. «Auch ein Stück Fleisch in einer durchsichtigen Plastikpackung im Laden um die Ecke stammt von einem geschlachteten Tier», fügt er hinzu.

Ryan Urbans fühlt sich wohl in der Haut des Metzgers. Die unschönen Aspekte seines Berufs will er nicht schönreden. Es sei am Anfang natürlich nicht einfach, ein lebendiges Tier, zum ­Beispiel ein Rind, zu schlachten. Mit der Zeit gewöhne man sich aber daran, so Urbans. Am besten gefällt ihm das Ausbeinen der Tiere. «Darin bin auch gut», betont er stolz. «Das Metzgen macht mir einfach Spass.» Für junge Menschen, die eine Metzgerlehre in Erwägung ziehen, hat Ryan Urbans einen Rat parat: «Habt keine Angst. Und lasst euch einfach ­darauf ein. Es lohnt sich.»

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