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WÄNGI: Von der Pflicht zur Kür

Feierlich umrahmt stellte Autor Ernst Trachsler am Samstagmorgen in der Dammbühlhalle das «Wängener Heft 5» vor. Es widmet sich voll und ganz dem Ortsmuseum.
Buchgestalter Ueli Mattenberger, Gemeindepräsident Thomas Goldinger, Autor Ernst Trachsler, Fotograf Ruedi Götz und Stiftungspräsident Hermann Stamm an der Buchvernissage. (Bild: Gabi Doggweiler)

Buchgestalter Ueli Mattenberger, Gemeindepräsident Thomas Goldinger, Autor Ernst Trachsler, Fotograf Ruedi Götz und Stiftungspräsident Hermann Stamm an der Buchvernissage. (Bild: Gabi Doggweiler)

Niemand wäre für dieses Buchprojekt prädestinierter gewesen als Ernst Trachsler, Lehrer, Erziehungswissenschaftler, Kulturanthropologe und langjähriger Kurator. Aus Pflichtgefühl übernahm er einst die Leitung des Museums und führte es voller Leidenschaft fast fünfzig Jahre. Nun präsentierte er die Kür - sein neuestes Werk «Das Ortsmuseum Wängi 1960-2017».

Gemeinsam mit dem Fotografen Ruedi Götz sammelte, sichtete und sortierte Trachsler Unmengen Material. Das Buch erzählt von den Anfängen im Schulhauskeller, dass das Museum in Vergessenheit geriet und in der Adlerscheune einen Neuanfang fand. Aber auch ein Blick hinter die Kulissen wird gewährt.

Ernst Trachsler zog an der Buchvernissage am Samstagmorgen den vollen Saal mitten in die Vergangenheit. Wie er schelmisch meinte, könnte er locker stundenlang erzählen, aber dann würde ja niemand mehr sein Buch kaufen. Darum konzentrierte er sich auf einige Objekte, die er mit den jeweiligen Geschichten verband.

So erfuhr man etwa von der «Fuhrbänne», vom «Brämechessel» und Münzen aus dem Bretterboden des Pfarrhauses Wängi. Diese gefundenen Batzen, Schillinge, Kreuzer und Pfennige hätten zwar einen geringen Wert gehabt, daher vermute man, dass sie aus einer Opferbüchse stammen könnten.

In einem leidenschaftlichen Appell erklärte Trachsler, dass Gegenstände auf dem Estrich nutzlos seien, sie gehörten ins Museum.

Bereits ein neuer Gegenstand könne die konstruierte Überzeugung vollkommen über den Haufen werfen und helfe, die Vergangenheit besser zu verstehen.

Gratis, aber nicht umsonst

Hermann Stamm, Stiftungspräsident, und Thomas Goldinger, Gemeindepräsident, sind stolz, dass das Jubiläumsjahr «1200 Jahre Wängi» gerade mit diesem «Wahnsinnsheft» eröffnet wurde. Es sei nur dank zahlreichen Gönnern und Sponsoren möglich gewesen. Die musikalischen Einlagen von J. S. Bach, vorgetragen von Hermann Stamm am Cembalo und Paolo Zordanazzo, Violine, umrahmten den Anlass.

Am anschliessenden Apéro konnte man den Band erstehen und sich davon überzeugen, dass der Autor zwar gratis gearbeitet hat – aber nicht umsonst.

Gabi Doggweiler

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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