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WÄNGI: Lieber Prosecco statt Lampenfieber

Das Kolumnistenpaar Sybil Schreiber und Steven Schneider gewährte am Wochenende Einblick in seine Beziehung. Humorvoll und mit einer Prise Selbstironie erzählten die beiden im Neuhaus in Wängi von ehelichen Konflikten und Alltagssorgen.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Die Kolumnisten Steven Schneider und Sybil Schreiber erzählen im neusten Leseprogramm Anekdoten aus ihrem Eheleben. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Die Kolumnisten Steven Schneider und Sybil Schreiber erzählen im neusten Leseprogramm Anekdoten aus ihrem Eheleben. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

WÄNGI. Spesen einer Ehe: So heisst das aktuelle Leseprogramm des Kolumnistenpaars Sybil Schreiber und Steven Schneider. «Damit möchten wir Bilanz ziehen – nicht nur in emotionaler, sondern auch in finanzieller Sicht», erklärt Schreiber unverblümt die Situation. Denn Zusammenleben koste Nerven und Geld. Die Kolumnistin will aber ihrem Mann klar machen, dass sie für ihn der Sechser im Lotto sei. Doch Schneider weiss schon seit seiner Kindheit: «Ein Lottosechser bedeutet für mich viel Geld.» Und schon hat der eheliche Zwist seinen Anfang genommen.

Amüsierte Zuhörer

Die beiden beschreiben Alltagssituationen aus verschiedenen Blickwinkeln – ein humorvoller Schlagabtausch. Rund 100 Zuschauer kann Markus Schmitter, Präsident des Vereins «w.u.k. Wängi und Kultur» am Samstagabend im Wohn- und Pflegezentrum Neuhaus in Wängi begrüssen. Elsbeth Mechergui aus Hagenbuch sieht Schreiber und Schneider zum ersten Mal. Es sei amüsant, den beiden zuzuhören. «Ich sehe Ähnlichkeiten zwischen meinem Mann und mir», gibt sie schmunzelnd preis und ergänzt, dass Frauen einfach anders ticken als Männer. «Vor acht Jahren habe ich Schreiber und Schneider an einer Lesung in Aadorf erlebt», erinnert sich Margareta Schneider aus Lütisburg. In der «Coop-Zeitung» lese sie meistens zuerst die Kolumne «Schreiber vs. Schneider». «Es ist schön, das Kolumnistenpaar wieder einmal live zu sehen», sagt sie erfreut. Im anschliessenden Gespräch mit unserer Zeitung verrät Sybil Schreiber, dass all ihre Kolumnen wahr seien. «Wir haben alles erlebt, manchmal nur zeitverschoben», sagt sie. Die Ideen für ihre Geschichten würden oftmals im Auto entstehen. Ein Auto habe Konfliktpotenzial.

Humor als Ehe-Erfolgsrezept

Die Kolumnistin erzählt auch, dass sie vor den Auftritten noch immer nervös sei. Das gehöre dazu. Früher sei es Lampenfieber gewesen, heute ein wohliges Kribbeln. «Es ist wie Prosecco im Blut», bekennt sie mit einem herzhaften Lachen. Gefragt nach dem Erfolgsrezept einer glücklichen Ehe, meint Schreiber: «Humor ist wohl das beste Mittel. Wir lachen viel und gerne.» In einer Beziehung müsse man über sich selber lachen können.

Die gebürtige Münchnerin Sybil Schreiber und der Würenlinger Steven Schneider haben inzwischen Kultstatus erreicht. Seit mehr als 16 Jahren unterhalten die beiden Journalisten jede Woche die Leser der «Coop-Zeitung» mit ihrer Kolumne. Entstanden sind dabei rund 900 Artikel. Erschienen sind auch acht Bücher – das neueste: «Spesen einer Ehe». Nebst Lesungen in der gesamten Deutschschweiz bieten sie in ihrem Geschichtenhaus «Hirschli» in Bad Zurzach auch regelmässig Biographie- und Schreibkurse an.

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