WÄNGI: Hier fühlen sich Senioren wohl

Das Wohn- und Pflegezentrum Neuhaus präsentierte sich nach acht Jahren Bauarbeiten in neuem Glanz. Dank der Spende einer ehemaligen Bewohnerin konnte auch der Dachstock ausgebaut werden.

Maya Heizmann
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Blick in das Zimmer von Enrica Hüssy: Die 93-jährige Seniorin ist rundum zufrieden. (Bild: Maya Heizmann)

Blick in das Zimmer von Enrica Hüssy: Die 93-jährige Seniorin ist rundum zufrieden. (Bild: Maya Heizmann)

Maya Heizmann

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

«Hier gefällt es mir», sagt Enrica Hüssy. Sie bewohnt ein neues Einzelzimmer im Haus 86 im dritten Stock. Nebst dem Bett ist die geräumige Unterkunft mit eigenen Möbeln und Bildern ausgestattet.

Die 93-jährige Seniorin ist fit und fröhlich. «Ich kann noch alles selber machen, wie anziehen, waschen und essen», sagt Hüssy. Die gebürtige Italienerin ist am Comersee aufgewachsen und wohnt seit drei Jahren im Neuhaus. Sie schwärmt von ihrem Aufenthalt mit all den netten Leuten rundherum.

Viel Zeit auf dem eigenen Balkon verbringen

Auch Anna Winkler ist 93 Jahre alt und lebt seit drei Jahren im Heim. «Ich bin glücklich und möchte nirgendwo anders sein», sagt sie. Viel Zeit verbringt die rüstige Seniorin auf ihrem Balkon. Daheim ist der Mensch dort, wo er sich wohl fühlt, und das stimmt; aus dem Neuhaus wurde in den vergangenen acht Jahren wirklich ein neues Haus.

In der letzten Bauetappe wurde das Haus 86 umgebaut. Die meisten der geräumigen Einerzimmer besitzen einen Balkon. Die Bettenanzahl wurde von 57 auf 80 erhöht, davon 72 Einzelzimmer und vier Doppelzimmer. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12 Millionen Franken.

Das Motto «Gepflegtes Wohnen im Alter» liegt dem Zen­trumsleiter Stefan Wohnlich und seinen 110 Mitarbeitern am Herzen. Sie freuen sich, den betagten Menschen ein schönes Zuhause bieten zu können. Wohnlich leitet das Neuhaus bereits sei zehn Jahren. «Das Wichtigste ist, dass die Menschen hier zufrieden sind», sagt er.

Turnen und werken im ausgebauten Dachstock

Dank einer Erbschaft von Bea Huwiler, einer ehemaligen Bewohnerin, konnte der Dachstock ausgebaut werden. Dieses grosse Atelier dient den Bewohnern als Gemeinschaftsraum. Dort wird gekocht, geturnt, gewerkt und aktiviert. Hier erleben die Senioren Freude und Humor und können ihre Beweglichkeit und ihre Kreativität fördern.

Am Tag der offenen Tür, am Samstag, war der Besucheraufmarsch enorm. Die Führungen durchs Haus mussten nicht nur verdoppelt, sondern verdreifacht werden. Die vielen Besucher genossen das Zusammensein mit musikalischer Begleitung.