Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

WÄNGI: Fusion ist noch nicht begraben

Der Zusammenschluss der Raiffeisenbank mit Münchwilen-Tobel ist gescheitert. Laut dem Verwaltungsrats-Präsidenten hätten die Genossenschafter keinen Handlungsbedarf für diesen Schritt gesehen.
Roman Scherrer
Das Logo der Raiffeisenbank. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Das Logo der Raiffeisenbank. (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Das Resultat hätte kaum eindeutiger ausfallen können: Am vergangenen Freitag lehnten 598 von 777 Genossenschaftern der Raiffeisenbank Wängi-Matzingen eine Fusion mit der Genossenschaft Münchwilen-Tobel ab. Dies, nachdem Letztere eine Woche zuvor einem Zusammenschluss zugestimmt hatte.

Im Vorfeld der Abstimmung nannten die beiden Banken unter anderem steigende regulatorische Anforderungen und die veränderten Kundenbedürfnisse aufgrund der Digitalisierung als Gründe, die für eine Fusion sprechen. «Diese Herausforderungen sind für eine grössere Bank einfacher zu bewältigen, nicht zuletzt aus finanzieller Sicht», sagt Stefan Schoch, der Verwaltungsrats-Präsident der Raiffeisenbank Wängi-Matzingen.

Momentan keine negativen Auswirkungen

Kurz- bis mittelfristig habe das Scheitern der Fusion keine negativen Auswirkungen. «Wir sind derzeit sehr gut aufgestellt. Die Fusion wäre ein strategischer Entscheid für die nächsten fünf bis zehn Jahre, um eine positive Entwicklung und die Stabilität der Genossenschaft sicherzustellen», sagt Schoch.

Mit dem Verdikt vom vergangenen Freitag ist die Fusion nicht für immer vom Tisch. Langfristig gesehen werde sie wieder zum Thema werden, so Schoch. «Aber erst dann, wenn Handlungsbedarf besteht. Wann das sein wird, werden wir sehen, die Bankbranche befindet sich im Wandel.» Durch die Fusion würde man sich den Grossbanken annähern, hiess es an der Generalversammlung in Wängi aus den Reihen der Genossenschafter. Der Verwaltungsrats-Präsident sieht dies anders. «Bei einem Zusammenschluss wären wir selbst innerhalb der Raiffeisen-Gruppe nur eine mittelgrosse Bank und könnten Entscheidungskompetenzen vor Ort behalten.», so Schoch.

Vor gut einem Monat haben sich im Hinterthurgau die Raiffeisenbanken Dussnang, Sirnach und Wilen-Rickenbach zur «Raiffeisenbank Regio Sirnach» zusammengeschlossen. Dieses Fusions-Vorhaben erhielt an den einzelnen Generalversammlungen grosse Zustimmungen. Beim geplanten Zusammenschluss der Raiffeisenbanken Wängi-Matzingen und Münchwilen-Tobel wurden hingegen schon bei der ersten Abstimmung in Münchwilen Gegenstimmen laut.

«Bei der Fusion zur Regio Sirnach handelt es sich um kleinere Raiffeisenbanken, welche jetzt schon Handlungsbedarf hatten», beurteilt Schoch. Diesen Handlungsbedarf würden die Genossenschafter der Raiffeisen Wängi-Matzingen noch nicht sehen. «Sie sind mit der jetzigen Situation zufrieden und möchten noch keine Veränderung», meint Schoch. «Die Abstimmung zeigt jedenfalls den genossenschaftlichen Gedanken: Diejenigen, denen die Bank gehört, fällen die Entscheidungen demokratisch.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.