WÄNGI: Ein Liebesbrief mit Folgen

Die Theatergruppe probt derzeit ihre neueste Produktion «En fatale Liebesbrief». Die Zuschauer erwartet eine Komödie voller Verwechslungen und Verwirrungen.

Maya Heizmann
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Die Theatergruppe Wängi öffnet bald den Vorhang zur Premiere ihrer Komödie «En fatale Liebesbrief». (Bild: Maya Heizmann)

Die Theatergruppe Wängi öffnet bald den Vorhang zur Premiere ihrer Komödie «En fatale Liebesbrief». (Bild: Maya Heizmann)

Maya Heizmann

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Einen Liebesbrief zu schreiben ist heikel. Insbesondere dann, wenn er an die falsche Person gelangt. Dann fangen die Schwierigkeiten erst so richtig an. So geht es nämlich Viktor-Emmanuel Inderbit­zin. Ein Päckchen aus dem Hotel Aphrodite, das an ihn adressiert ist, gelangt in die Hände seiner Gattin Rita.

Die erboste Ehefrau beschliesst, ihrem Gatten eine Falle zu stellen: Sie denkt, dass er in dem berüchtigten Hotel ständig verkehrt. Deshalb diktiert sie ihrer Freundin, Yvonne Casagrande, einen anonymen Liebesbrief. Dieser soll Viktor-Emmanuel an den Ort der Sünde locken, wo Gattin Rita ihn in flagranti erwischen will.

Doch der Ehegatte schickt seinen Freund Charly Vögeli, einen notorischen Schürzenjäger, an seiner Stelle zu dem Rendezvous. Dennoch kann es Viktor-Emmanuel nicht lassen, sich vor dem Gatten von Yvonne mit dem Liebesbrief zu brüsten. Als der aufbrausende Massimo mit südländischen Wurzeln die Handschrift seiner Frau erkennt, geht die Post so richtig ab. Jetzt beginnt sich das Karussell der Verwechslungen, Verwirrungen immer schneller und schneller zu drehen.

Auswendig lernen für einen guten Zweck

Damit alles wie am Schnürchen läuft, proben die elf Darsteller seit September an ihrem Lustspiel von Harry Sturzenegger. Sie feilen unter der Regie von Bruno Roth an Aussprache, Gesten und Mimik. «Bis zur Aufführung werden es insgesamt genau 30 Proben und ein Intensiv-Probesonntag sein», sagt Präsident Beat Krähemann. Jeder Darsteller lernt auf seine Art und Weise den Text auswendig. Während der eine jeden Tag eine Stunde übt, liest der andere bis zur Premiere den Text aus seiner Vorlage. Doch bis zum Schluss klappt immer alles. Wenn die Zuschauer herzhaft lachen, läuft jeder Darsteller zur Höchstform auf.

Insgesamt sind neun Vorführungen geplant, Premiere ist am Samstag, 7. Januar. Bei der Sonntagsaufführung am Nachmittag des 15. Januars wird die Theatergruppe Wängi jeweils vier Franken pro Zuschauer für einen guten Zweck spenden. Dieses Jahr wird die Stiftung Lebensfreude unterstützt. Die Stiftung aus Frauenfeld vermittelt und finanziert Clown-Besuche bei dementen, kranken und betagten Personen, sowie bei Menschen mit Behinderungen in Heimen und Institutionen.

Ein totales Vergnügen und ein tolles Theatererlebnis für die Zuschauer, welche die einheimischen Lieblingsdarsteller von vergangenen Produktionen kennen. Die Aufführungen sind jeweils ein Renner und vielfach ausverkauft.

Die Theatergruppe Wängi präsentiert ihr neustes Projekt «En fatale Liebesbrief». Premiere ist am 7. Januar 2017, 20 Uhr. Reservationen und weitere Infos: www.theatergruppe-waengi.ch