Wachstum ist nicht gratis

Freunde des Turfs trafen sich zu Speis, Trank und Vortrag.

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Rund 30 Mitglieder und Gäste des Gourmet Turf Club Zürich haben sich vor kurzem zu ihrer erst vierten Hauptversammlung im Restaurant Traube in Dietingen getroffen. Der Verein hat sich die Pflege des Netzwerks unter den Vereinsmitgliedern, das bewusste Erleben von Gourmet-Events und die Förderung des Rennsports auf die Fahne geschrieben. Wie Präsident Heinz Belz in seinem Jahresbericht ausführte, zählt der Verein heute 40 Mitglieder, die sich aus der ganzen Schweiz rekrutieren. Ziel seien 50 Mitglieder.

Immer wieder auf der Frauenfelder Rennbahn

Zur Tradition des Vereins gehört laut Belz der Besuch des Herbstmeetings auf der Frauenfelder Pferderennbahn. Als Gesellschaftsanlass wird für das kommende Jahr ein Ausflug nach Davos, verbunden mit einem Golferlebnis und kulinarischem Highlight, vorgeschlagen. Unter dem Traktandum Wahlen wird Heinz Belz als Präsident einstimmig bestätigt. Ruth Felder ersetzt Hansjürg Rhyner im Kassieramt.

Als neue Aktuarin für Petra Schiltknecht, die ebenfalls ihren Rücktritt eingereicht hat, wird Silvia Stachel gewählt. Umrahmt wurde die GV durch stimmungsvolle Beiträge der Sängerin Tamara Landolt. Sie wusste mit ihren selbstgeschriebenen und -komponierten Songs zu begeistern.

«Geld ist nichts anderes als Schulden»

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil referierte der Solothurner Wirtschaftsjournalist Christoph Pfluger zum Thema «Die Welt braucht eine Geldreform». Geld besteht gemäss Pfluger aus Schulden. Die Banken schöpfen Geld, indem sie Kredite verleihen. Das Problem bestehe nun darin, dass die Schulden viel grösser seien, als Geld zur Verfügung stehe. Banken könnten mit sehr wenig Kapital immer neues Geld schaffen.

Das führe zu einem Wachstumszwang. Unendliches Wachstum in einer endlichen Welt sei aber kaum möglich. Darum komme es zu Wachstum ohne reales Wachstum. Denn über 75 Prozent des Geldes, das Banken als Kredite neu schaffen, gehe nicht mehr in die Realwirtschaft, sondern wandere direkt in die Finanzwirtschaft und werde zum Spekulieren und Ablösen von Schulden eingesetzt.

So finde eine laufende Umverteilung von denen, die arbeiten, zu den Vermögenden statt. Diese Umverteilung habe ihre Grenzen. Wie lange dieses Spiel so weitergetrieben werden könne, sei eine offene Frage. (als)