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Vorweihnachtlicher Ort der Begegnungen

Aufwärmen: Im Schneetreiben genehmigen sich vier Marktbesucherinnen Heissgetränke. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Aufwärmen: Im Schneetreiben genehmigen sich vier Marktbesucherinnen Heissgetränke. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Aadorf Bis spätabends mutierte am Samstag die Bahnhof- und Hauptstrasse zu einer belebten Flanier- und Shoppingmeile. Frau Holle schüttelte hin und wieder ihr Kissen aus, dazwischen zeigten sich aber auch Sonnenstrahlen. So oder so hatten die Kauf- und Schaulustigen genügend Musse, das vielfältige Angebot zu betrachten und sich von den Verlockungen verführen zu lassen. Da verfehlte der Mix aus Düften von Bienenwachs, Zuckerguss, Zimt, Käse und Würste seine Wirkung nicht. Gelegenheiten, die Hetze des Alltags mit einem Schwatz zu verbinden, boten sich sowohl im Freien als auch in den verschiedenen Beizli. Dass dabei der Geldbeutel etwas lockerer sass als üblich, war verständlich.

Wie gewohnt paradierten Chläuse mit Sack und Pack durch das Marktgeschehen und tauschten kleine Leckereien gegen Verse. «I bi en chliine Stumpe, ha nur churzi Bei. Gib mir gschwind äs Päckli, dänn chan i wieder hei», kam schüchtern über die Lippen eines Dreikäsehochs. Auf dem Hotspot, dem neuen Platz zwischen den beiden Kirchen, geizte die Musikgesellschaft Aadorf nicht mit flotten Stücken. Beim Gemeindeplatz reckten zwei stolze Trampeltiere ihre Hälse über die Menschenmenge. Kinder, die zwischen den Höckern Platz nehmen durften, strahlten beim Rundgang um die Wette. Selbst ein Schweizer-Meister machte seine Aufwartung, nämlich als Schnitzer mit seiner Kettensäge. Auch örtliche Vereine, Institutionen und Parteien unterstrichen mit ihrer Präsenz die Zugehörigkeit zur lebendigen Dorfge­me­in­schaft. Kurz vor Eindunkeln setzte gar noch heftiges Schnee­treiben ein, was jedoch der Stimmung nicht abträglich war. Wer Schutz suchte, fand diesen in Zelten, Restaurants oder Geschäften. Alles in allem also wieder ein gelungener Anlass ganz zur Freude des organisierenden Aadorfer Gewerbevereins. Deren Präsident Paul Lüthi zog ein positives Fazit: «Die Beteiligung von rund 80 Ständen, 20 Marktfahrern und 23 offenen Geschäften war erfreulich. Ebenso die Hilfe durch die Feuerwehr, den Werkhof und Schulklassen sowie das Verständnis der Anwohner. Der zahlreiche Besuch belohnte den beträchtlichen Aufwand.»

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

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