Vorstoss: Eugensberg für die Thurgauer öffnen

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In den 30er-Jahren hätte der Kanton Thurgau Schloss Eugensberg kaufen können. Für 600000 Franken hat die Witwe von Hippolyt Saurer den Besitz angeboten. Der Thurgau lehnte ab. Die Gelegenheit ist vorbei, vor allem zu diesem Preis. Die Regierung solle trotzdem darüber nachdenken, ob sie sich in irgendeiner Weise am ­Besitz des Schlosses beteiligen könne. Das schlägt der Weinfelder CVP-Kantonsrat Ulrich Müller in der Interpellation vor, die er gestern eingereicht hat.

«Eugensberg ist ein Denkmal architektonischer und handwerklicher Vielfalt des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts», schreibt Müller. Er könnte sich ­einen öffentlichen Zugang zum Schloss oder Park vorstellen.

«Wir sind in Kontakt mit dem Regierungsrat», sagt Matthias Hotz, der Anwalt der Gläubiger. Er bezweifelt, ob der Kanton mitbieten könne auf dem Markt. Es gehe auch nicht nur um den Erwerb. «Es braucht ein Konzept, wie man das Schloss nutzen und unterhalten möchte.» Es gebe aber Einzelobjekte aus dem Besitz, die für den Kanton interessant sein könnten, sagt Hotz. Dazu zählt er etwa die Aussichtsplattform bei der ehemaligen Burg Sandegg. Hotz ist jedenfalls gespannt, wie die Regierung den Vorstoss beantwortet. (san)