Vorbilder zum Nachahmen

Unter den 49 eingereichten Projekten hat die Jury Preise in fünf Kategorien – Idee, Neubau, Modernisierung, Energieversorgung und -produktion – sowie einen Anerkennungspreis verliehen.

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Liegenschaft Tanner in Schocherswil: Das 200jährige Bauernhaus wurde für den Umbau zum musterhaften Minergie-P-Haus ausgezeichnet. (Bild: pd)

Liegenschaft Tanner in Schocherswil: Das 200jährige Bauernhaus wurde für den Umbau zum musterhaften Minergie-P-Haus ausgezeichnet. (Bild: pd)

FRAUENFELD. Die Preisträger des 3. Thurgauer Energiepreises 2011 sind bestimmt. 49 Projekte wurden eingereicht. Davon wurden sechs Projekte ausgezeichnet. Aus den energieeffizienten, Ressourcen schonenden und weitsichtigen Vorhaben wurden fünf Preisträger der Kategorien Neubau, Modernisieren, Energieversorgung, Energieproduktion, Idee/Konzept ausgewählt. Zusätzlich wurde ein Projekt mit einem Anerkennungspreis geehrt.

Teilnahmeberechtigt am Thurgauer Energiepreis 2011 waren natürliche und juristische Personen, die in den Jahren 2008 bis 31. Mai 2011 im Thurgau ein Gebäude oder eine Anlage mit energieeffizienter Nutzung in Betrieb genommen haben.

• Als Preisträger in der Kategorie «Neubau» wurde die Liegenschaft Beerli, Nussbaumen, ausgezeichnet. Die Architektur stammt vom Bauatelier Metzler GmbH, Hüttwilen. Das Wohnhaus auf Betonstützen wurde als Passivhaus (Minergie-P-ECO) konzipiert unter der Vorgabe, neben dem Wohnbereich auf einem Geschoss auch noch mehrere Pferde unterbringen zu können.

• In der Kategorie «Modernisierung» wurde die Liegenschaft Tanner, Schocherswil, ausgezeichnet. Die Architektur stammt von der Visiobau AG, Muolen. Das 200jährige Bauernhaus wurde in ein mustergültiges Minergie-P-Haus umgebaut. Das Gebäude erzeugt mehr Energie, als für die Nutzung benötigt wird.

• In der Kategorie «Idee» wurde das Projekt «Energieunterricht für Schüler» der Primarschule Steckborn ausgezeichnet. Im Rahmen des Neubaus/Umbaus der Mehrzweckhalle wurde beschlossen, einen Energie-Erlebnis-Raum für Schüler zu entwickeln. Verantwortlich für das Projekt war die Primarschule Steckborn, Schulpräsident Pierre Léchot.

• In der Kategorie «Energieversorgung» wurde der Nahwärmeverbund Anetswil prämiert. Die Wärme für den Nahwärmeverbund stammt von einer landwirtschaftlichen Biogasanlage, in der die landwirtschaftlichen Reststoffe und Grünabfälle verwertet werden. Die Bauherrschaft ist die Sprenger Biogasenergie-Gewinnung, Jürg Sprenger. • In der Kategorie «Energieproduktion» wurde das Flusskraftwerk Thurfeld, Kradolf/Schönenberg, ausgezeichnet. Bauherrschaft ist die Thurkraftwerk AG, Kaspar Böhi.

• Den Anerkennungspreis erhielt das Diessenhofener Projekt «Wohnen im Hirschen». Mit einem gasbetriebenen Blockheizkraftwerk und der Warmwasseraufbereitung mit Sonnenkollektoren zur Wärmeversorgung kombiniert mit einer Komfortlüftungsanlage erreicht das Gebäude Minergie-Standard. Die Architektur stammt von moos giuliani herrmann architekten ag, Diessenhofen. (pd/red.)

Preisverleihung: Donnerstag, 24. November, ab 17 Uhr im Casino Frauenfeld. Anmeldung erwünscht unter Telefon 052 740 04 57 oder energiepreis@tg.ch