Vor einem Lehrerüberfluss

FRAUENFELD. Die erleichterte Zulassung an die Pädagogische Hochschule könnte dazu beitragen, einen Lehrermangel zu vermeiden. Zurzeit ist davon aber nichts zu sehen. Er rechne im Sommer mit einer «leichten Lehrerüberfluss-Situation», erklärt Walter Berger, Chef des Amts für Volksschule.

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FRAUENFELD. Die erleichterte Zulassung an die Pädagogische Hochschule könnte dazu beitragen, einen Lehrermangel zu vermeiden. Zurzeit ist davon aber nichts zu sehen. Er rechne im Sommer mit einer «leichten Lehrerüberfluss-Situation», erklärt Walter Berger, Chef des Amts für Volksschule. Dafür sieht er mehrere Gründe: die verhältnismässig kleine Anzahl von Pensionierungen, die in etwa gleich grosse Zahl von Stellen in der Primarschule, ein leicht höherer Stellenbedarf auf der Kindergartenstufe und eine deutlich höhere Zahl an PH-Abgängerinnen und Abgängern. «Wir haben Meldungen von Schulgemeinden, die auch in ländlichen Mehrklassensituationen wieder 20 bis 30 Bewerbungen erhalten.» Da Lehrer noch bis Ende April kündigen können, sei eine präzisere Beurteilung erst Mitte Juni möglich. Für den Kindergarten und die Sekundarstufe I geht Berger von einer ausgeglichenen Marktsituation aus. Nach wie vor herrsche ein Mangel an Heilpädagoginnen und Heilpädagogen.

«Das Blatt hat sich gewendet», erklärt auch Andreas Wirth, Präsident der Frauenfelder Schulgemeinden. Stellen für die Kindergärten und die Primarschule neu zu besetzen, sei momentan kein Problem.

Zur Lage in der Sekundarschule kann Wirth noch nicht viel sagen, da es kaum Kündigungen gebe und die Schülerzahl rückläufig sei. Weiterhin ziemlich ausgetrocknet sei der Markt bei Fachlehrpersonen für Französisch, Time-out-Klassen und Heilpädagogik. (wu)

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