Von Zuckerkuss bis Schüttelbrett

Die Thurgauer Frühjahrsmesse lockte mit einem reichen Angebot aus den Bereichen Bauen, Wohnen, Haushalt, Sport und Genuss aufs Zuckerfabrik-Areal. Gestern ging die 41. Ausgabe zu Ende.

Hugo Berger
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Auf dem Messerundgang werden den Besuchern kulinarische «Versucherli» angeboten. (Bild: Andrea Stalder)

Auf dem Messerundgang werden den Besuchern kulinarische «Versucherli» angeboten. (Bild: Andrea Stalder)

Hugo Berger

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

Während die Besucher am Freitag den Weg von der Busstation zur Ausstellung noch mit eingezogenem Kopf und rasch zurücklegen, ist es am Samstag ein Spaziergang bei Sonnenschein. Kurz nach Messeöffnung herrscht bereits reger Betrieb. Neu gilt das grüne Armband als Eintritt für alle Ausstellungstage. «Sie können damit auch duschen», versichert die Frau an der Kasse.

Sodann taucht der Besucher in eine Welt ein, die ganz dem Motto der Ausstellung entspricht: «Bach und choch di in Früälig». Rundum wird Gebackenes, Gekochtes und Grilliertes angeboten. Kleine «Versucherli» überzeugen den Zögernden, wie gut der Kuchen, die Wurst oder der Käse schmeckt. Und wer könnte dem Zuckerkuss von Patricia Bellia widerstehen? Gemeint sind die kreativen Schokoladen-Cupcakes. In Workshops verrät die Zuckerbäckerin aus Frauenfeld das Geheimnis der Süssigkeiten.

Streichelzoo für die kleinen Besucher

Der Rundgang beginnt mit einer Idylle: Ziegen, Schafe und Ponys in einem Gehege, grasen, liegen faul herum oder lassen sich geduldig von Kindern streicheln. Ein Bube möchte sich gar nicht mehr trennen von seinem neuen Freund, doch die Eltern drängen weiter, wartet doch eine vielseitige Schau.

Ein Sportgerät der besonderen Art vermag das Interesse der Vorbeiflanierenden zu wecken: der Vibro Shaper, der die überflüssigen Kalorien wegvibriert. Doch nicht alle fühlen sich wohl auf dem Schüttelbrett und steigen wieder auf sicheren Boden. Ein Fitnesscenter lockt mit einem Gratis-Probetraining plus Pro­tein-Shake. Doch Filip Mursic gibt zu: «Bei einem so grossen Angebot ist es schwer, das Interesse zu wecken. Nächstes Jahr müssen wir uns etwas Originelles einfallen lassen.» Nicht leicht hat es auch Martin Ashong, der zum Verkosten einheimischer Weine animiert. «Manche Leute trauen sich nicht abzulehnen, dann sagen sie, sie kämen später wieder. Aber sie kommen nicht mehr.»

Leichter hat es die Kantonspolizei, die auf Sicherheitsregeln für Velofahrer im Strassenverkehr hinweist. «Viele Jugendliche kommen auf uns zu, weil sie uns von den Kursen her kennen, die wir in Schulen erteilen», freut sich Polizist Reto Dörig. Gegen Ende des Rundgangs passiert der Besucher die Bettenabteilung, wird zum Probeliegen eingeladen. Und er darf sich, des Schauens müde, kurz ausruhen.