Von Soul über Funk bis Reggae

AADORF. 250 Zuschauer erlebten am Samstagabend im Gemeindezentrum in Aadorf einen langen Konzertabend. Auf Einladung der Gong-Veranstalter spielten Famara aus Basel, SaFT aus dem Thurgau und aus Winterthur My Name is George.

Rudolf Steiner
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In Aadorf stand die Winterthurer Band My Name is George auf der Bühne. (Bild: Rudolf Steiner)

In Aadorf stand die Winterthurer Band My Name is George auf der Bühne. (Bild: Rudolf Steiner)

Schon die erste Band brachte ordentlich Bewegung ins noch etwas zurückhaltende Publikum. Bei der Band SaFT (Soul and Funk-Tempation) mit ihrem funkigen Sound kamen Herzen und Beine in Bewegung. Die SaFT-Musiker Stefan Leiprecht (Keyboard), Andi Wildi (Saxophone), Stefan Nänni (Drums), Peter Knüsel (Bass), Christoph Hartmann (Guitars) und Sängerin Fabienne Hauser kommen aus der Ostschweiz, die Band existiert erst seit drei Jahren.

Beim «Live in Aadorf» vor zwei Jahren stellten die Organisatoren zwei Bühnen für die Bands auf. Dieses Mal operierten sie nur mit einer Bühne. Sie hatten aber mit einem Angebot von Food und Drinks dafür gesorgt, dass die Zuschauer in der Pause Zeit hatten, im Freien frische Luft zu schnappen und sich für die nächste Band, My Name ist George aus Winterthur, vorzubereiten.

Frontmann ist Holländer

Aufgrund der geographischen Nähe hatten die Bands eine grössere Anzahl Hardcore-Fans in ihrem Schlepptau, die ihre Lieblinge enthusiastisch anfeuerten und so für ordentlich Stimmung sorgten. Trotzdem forderte der My-Name-is-George-Leadsänger, der Holländer Albert den Dekker, das Publikum mehrmals auf, sich nicht im Hintergrund des Saals zu verstecken, sondern näher zur Bühne zu kommen. Mit ihren eigenen Indie-Popsongs gelang es den Musikern Daniel Gisler (Keyboard), Philipp Harrison (Guitars), Stefan Traxler (Bass) und Chris Filter (Drums) rund um ihren Leadsänger Albert den Dekker, das Publikum zu begeistern. Dabei präsentierte die Combo mehrere Songs aus ihrem neuen Album «The Color of now».

Basler hat überall Fans

Für den fulminanten Abschluss des gelungenen Anlasses des Kulturveranstalters Gong war noch vor Mitternacht die bekannte Reggaeband Famara mit ihrem Leadsänger Thomas Nikles aus Basel besorgt. Auffallend war, dass speziell für diese Band Fans aus der ganzen Schweiz angereist waren, etwa der 24jährige Isidor aus Biel. «Nach drei Monaten Aufenthalt in Spanien habe ich auf Facebook erfahren, dass Famara in Aadorf auftritt. Das war für mich ein Termin, den ich als grosser Famara-Fan nicht verpassen durfte», sagte der mit einer Rastafrisur ausgestattete Berner kurz nach Mitternacht, als das Konzert zu Ende war.

Veranstalter Pascal Mettler zeigte sich zufrieden mit den Konzerten. Die drei Bands hätten die Erwartungen erfüllt. Im Saal habe eine ausgesprochen gute Stimmung geherrscht. Aber: «Für den grossen Aufwand, den wir für die Organisation betreiben, hätte ich eigentlich doch noch etwas mehr Zuschauer erwartet.»

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