«Von Mai bis Juli explodiert die Natur hier förmlich»

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Haben Sie Ihren Entschluss, auszuwandern, je bereut?

Bis jetzt nicht, keine Minute. Durch die Beziehung und Ferien hier lernte ich Norwegen über Jahre hinweg kennen, und so reifte der Entschluss unterbewusst über die Zeit.

Ein bisschen vermissen Sie Ihre alte Heimat aber schon, oder?

Hügelige Landschaft, Berge, Schnee und Flüsse gibt es in Norwegen auch. Und die Fjorde geben einen super Bodensee-Ersatz ab. Aber ich vermisse die Schokolade und die Möglichkeit, schnell Familie und Freunde zu besuchen.

Zum Thurgau gibt es aber sicher auch Unterschiede.

Das ist klar das Klima. Ab Ende Mai bis Ende Juli ist es hier 24 Stunden hell, da explodiert die Natur förmlich, und es gibt viele Veranstal-tungen im Freien. Im Winter dafür dann das Gegenteil: Schnee für alle möglichen Wintersportarten, Dunkelheit mit Nordlichtern und Zeit, es sich zu Hause «koselig», also kuschelig, zu machen.

Wie oft sprechen Sie noch Schweizerdeutsch?

Vielleicht ein- bis dreimal pro Woche. Wenn ich Touristen aus der Schweiz als Guide begleite. Für diese kommt das meist überraschend.

Der Thurgau ist immer noch Ihre Heimat?

Auf alle Fälle, ja. Dort bin ich aufgewachsen und kenne Land und Leute.