Von guten und schlechten Kinderbibeln

In den nächsten beiden Wochen ist die Wanderausstellung der schweizerischen Bibelgesellschaft, «Kinderbibel damals – heute – morgen», in Weinfelden und Sulgen zu sehen.

Christof Lampart
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Was ist eine gute Kinderbibel? Mit dieser Frage setzt sich nicht nur das Organisationsteam auseinander. (Bild: Christof Lampart)

Was ist eine gute Kinderbibel? Mit dieser Frage setzt sich nicht nur das Organisationsteam auseinander. (Bild: Christof Lampart)

Weinfelden/Sulgen. Die Ausstellung öffnet heute Dienstag im «Haus zum Kreuz» an der Kirchgasse 2 in Weinfelden ihre Pforten und wird bis zum 27. Februar dort zu sehen sein. Vom 28. Februar bis zum 6. März gastiert sie im Kirchgemeindehaus Sulgen. Die Ausstellung besteht aus 15 Text- und Bildertafeln, welche durch weitere informative und schmückende Elemente ergänzt werden.

Hinzu kommen rund 80 Kinderbibeln, die sich die Ausstellungsbesucher ansehen und – im wahrsten Sinne des Wortes – «begreifen» können. Auch kann ein Teil der vorgestellten Kinderbibeln direkt vor Ort gekauft werden.

Vergleichen und Impulse setzen

Die Ausstellung beleuchtet drei wesentliche Aspekte. Zum einen ist sie eine «Zeitreise» durch die Geschichte der Kinderbibeln.

Zweitens will sie eine Orientierungshilfe zur Frage «Was macht eine gute Kinderbibel heute aus?» anbieten. Diesbezüglich untersucht sie Kriterien und analysiert aktuelle Kinderbibeln. Aber auch der Textumfang, die Sprache, die Illustrationen, Verständnishilfen und die pädagogische Eignung sind Bewertungskriterien. Und drittens soll die Ausstellung zeigen, wie durch Kinderbibeln Kreativimpulse bei Kindern, Eltern und Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit gesetzt werden können.

Ein umfassendes – und an beiden Ausstellungsorten anderes – Erwachsenenbildungs-Rahmenprogramm ergänzt die Kinderbibelausstellung.

«Dem Alter angepasst»

Für Barbara Friedinger, Leiterin der Fachstelle Kindergottesdienst, ist zentral, dass sich die Ausstellung mit den «verschiedenen Gottesbildern befasst». In Weinfelden wird die Aufmachung so sein, dass man sich in die biblische Zeit Jesu hineinversetzt sieht und dass sich auch Kinder im Bibelbuchalter angesprochen fühlen.

Für die Informationsbeauftragte der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, Brunhilde Bergmann, ist es «wichtig», dass eine Kinderbibel, «nicht nur theologisch fundiert, sondern auch leicht verständlich und dem Alter des Kindes angepasst» sein sollte. Nebst den Evangelischen Kirchgemeinden von Weinfelden und Sulgen beteiligt sich auch die Katholische Kirchgemeinde Weinfelden an der Ausstellung.

Und die evangelische Pfarrerin von Sulgen, Yvonne Brück, wünscht sich, dass die Ausstellung dazu beitragen möge, dass «wieder mehr Eltern den Mut haben, einmal eine Kinderbibel in die Hand zu nehmen und ihren Kindern daraus vorlesen.»

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