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Von filetierten Felchen und Süssmost

Thursicht
Viola Stäheli

Ein geräuchertes Felchenfilet liegt auf dem Teller. Frisch gefangen aus dem Bodensee, serviert in einer Ermatinger Beiz. Genauso frisch ist der Süssmost, den die Sekschüler in Hüttwilen direkt vor der Mosterei trinken. Der Most ist natürlich aus Äpfeln von Thurgauer Hochstammbäumen.

Hier im Thurgau scheint die Welt in Ordnung zu sein. Schnell vergisst man blutige Attentate, seltsame Auftritte des Präsidenten im fernen Amerika oder sinkende Gummiboote im Mittelmeer. Doch manchmal richtet sich der Blick doch auf diese schlimmen, komischen oder unverständlichen Neuigkeiten aus der ganzen Welt.

Da ist man geneigt, gleich einen weiteren Schluck Süssmost zu trinken oder einen Happen des Felchenfilets zu verspeisen. Dann sind die düsteren Gedanken wieder weg, und man besinnt sich darauf, wo man sich befindet – hier, im idyllischen Thurgau.

Dabei geht aber allzuleicht eines vergessen: Auch der Thurgau ist in das Geflecht verstrickt, das irgendwie alle Menschen auf der Welt miteinander verbindet. Der Plastikbecher, aus dem der Most getrunken wird, stammt aus China. Die Tische der Beiz sind aus Holz aus Deutschland.

Angst braucht man deshalb keine zu haben. Der Thurgau wäre ohne äussere Einflüsse nicht das, was er heute ist. Und das darf trotz Negativschlagzeilen aus der ganzen Welt niemals vergessen werden.

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

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