Von der Idee ins Verkaufsregal

FISCHINGEN. Für seine Maturaarbeit hat Samuel Egger eine Salatsauce angefertigt. Er zeigt auf, was es alles braucht, bis aus der Idee ein Produkt des täglichen Bedarfs wird. Die Fertigprodukte seien immer gefragter, sagt der Kantischüler.

Christoph Heer
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Samuel Egger präsentiert die Salatsauce, welche er im Rahmen seiner Maturaarbeit hergestellt hat. (Bild: che.)

Samuel Egger präsentiert die Salatsauce, welche er im Rahmen seiner Maturaarbeit hergestellt hat. (Bild: che.)

FISCHINGEN. Da steht sie nun, die PET-Flasche mit der grünen Etikette. Im Kühlregal vom Fischinger «Chäs-Egge», der von Pia und Roland Egger betrieben wird. Nicht nur die Etikette sticht ins Auge, auch der Hinweis «Neu» macht auf die Veränderung in der Produktpalette aufmerksam. «Eggers Salatsauce», französisch, hausgemacht, ohne Bindemittel und Konservierungsstoffe. Samuel Egger, das mittlere von fünf Kindern, beschloss als Thema seiner Maturaarbeit den Werdegang einer neuen Salatsauce zu verfolgen und schriftlich festzuhalten. Es resultierte eine Arbeit, die dem Laien zeigt, was alles dahintersteckt, wenn man ein neues Lebensmittelprodukt in den Verkauf bringen möchte.

Mutter brachte ihn auf die Idee

Der 18-Jährige erklärt, dass er schon sehr früh begonnen hat, sich ein Thema für seine Maturaarbeit zu suchen. Seine Mutter Pia war es schliesslich, die ihn auf die Idee der Markteinführung einer Salatsauce brachte. «Unsere Familie isst täglich Salat. Aus praktischen Gründen begann meine Mutter vor etwa zwei Jahren, wöchentlich Salatsauce herzustellen. Sie tüftelte so lange an der Rezeptur, bis die ganze siebenköpfige Familie zufrieden war», schreibt er im Vorwort seiner Arbeit.

Egger wählte Naturwissenschaft als Schwerpunktfach. «Aber mein Lieblingsfach ist eigentlich Wirtschaft. Mit der Markteinführung der Salatsauce konnte ich die Betriebswirtschaftslehre anwenden und die Theorie in die Praxis umsetzen. Gleichzeitig konnte ich das Unternehmen meiner Eltern genauer unter die Lupe nehmen, da ich mich bei der Lancierung der Sauce darauf und auf die Kunden fokussieren musste», sagt der 18-Jährige.

37seitiges Werk

Der Kantischüler erarbeitete sich für die Maturaarbeit ein 37seitiges Werk. Darin wurden Themen wie Wettbewerbskräfte, Marketingstrategien, Marketinginstrumente, Preise, Absatzwege und vieles mehr behandelt. Egger sagt, dass es keine grossen Probleme gab bei der Erarbeitung und dem Umsetzen der Markteinführung. Im Vorfeld wurde ihm auch aufgezeigt, dass immer mehr Frauen berufstätig werden und deshalb Fertigprodukte wie fertige Salatsaucen immer mehr gefragt sind.

«Das Ziel meiner Arbeit war es, ein Fertigprodukt, basierend auf dem Rezept meiner Mutter und mit Abstimmung auf die Kundenbedürfnisse, die Umweltsphären sowie auf das eigene Unternehmen, erfolgreich im lokalen Markt zu plazieren.»