Von der Eisbahn ins Bierzelt

FRAUENFELD. Am Frauenfelder Oktoberfest ab Freitag ist erstmals Rolf Sommer für die Verpflegung verantwortlich. Der Pächter des Restaurants Kunsteisbahn freut sich darauf, die Besucher mit «bayrisch Deftigem» zu bewirten.

Markus Zahnd
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Seit 15 Jahren ist Rolf Sommer Pächter des Restaurants Kunsteisbahn, ab Freitag wirtet er am Oktoberfest. (Bild: Reto Martin)

Seit 15 Jahren ist Rolf Sommer Pächter des Restaurants Kunsteisbahn, ab Freitag wirtet er am Oktoberfest. (Bild: Reto Martin)

Rolf Sommer ist es gewohnt, für viele zu kochen. «Ich habe an einigen Grossanlässen mitgewirkt», sagt der Pächter des Restaurants Kunsteisbahn. Doch Oktoberfeste kennt auch er bisher nur als Gast. Das ändert sich nun. Am Frauenfelder Oktoberfest auf der Grossen Allmend an den kommenden beiden Wochenenden ist Sommer mit seinem kleinen Team für die Verpflegung der Gäste verantwortlich. «Wir haben einen lokalen Caterer beziehungsweise Koch gesucht und diesen in Rolf Sommer gefunden», freuen sich Andrea Läderach und Urs Schnyder, welche das Oktoberfest zum viertenmal organisieren.

Koch, Autos und Imbissbetrieb

Der 64jährige Rolf Sommer ist in Kreuzlingen aufgewachsen und ausgebildeter Koch. Lange hat er aber nicht in diesem Beruf gearbeitet, sondern führte in Weinfelden 20 Jahre lang eine Garage. Danach übernahm er den Imbissbetrieb seines Vaters. Seit 15 Jahren ist er nun bereits Pächter des Restaurants Kunsteisbahn, bis vor vier Jahren wirtete er auch in der Badi.

Und nun macht er als Wirt am Oktoberfest eine neue Erfahrung. «Ich freue mich auf die Herausforderung», sagt Sommer. «Schliesslich werden wir an den fünf Festtagen bis zu 2000 Portionen herausgeben.» Diese Zahl beruht auf Erfahrungen aus den Vorjahren, als ein Caterer aus Zürich für die Verpflegung verantwortlich war. Die Gäste können sich auf eine abwechslungsreiche und «bayrisch deftige» Speisekarte freuen. Nebst den traditionellen Weisswürsten, Hendl oder Schweinshaxen gibt es auch Käsespätzle oder ein Menu mit Schweinsbraten. Nicht nur das Essen selber, sondern auch die Portionen werden deftig sein: «Die Schweinshaxe wiegt 650 Gramm. Niemand soll hungern», sagt Sommer. Wichtig zu betonen ist ihm überdies, dass er wo immer möglich lokale Lieferanten berücksichtigt.

Ein dreiköpfiges Team

Einiges bereitet er im eigenen Restaurant vor. «Das meiste kochen wir aber vor Ort», sagt Sommer. Mit «wir» meint er ein dreiköpfiges Team. Er hat mit der ehemaligen Wirtin des «Weinbergs» in Warth-Weiningen, Christine Hengartner, eine zweite Köchin engagiert. Zudem werden sie von einer weiteren Person unterstützt.

Sommer selber wird während der fünf Tage vor Ort, also im Festzelt auf der Grossen Allmend, sein. Der Betrieb in der Kunsteisbahn wird in dieser Zeit aber weiterlaufen. «Mittags bin ich im Restaurant, ab dem Nachmittag am Oktoberfest», beschreibt Sommer die kommenden, intensiven Tage.

«Leute sollen zufrieden sein»

Trotz der erwarteten intensiven Zeit freut sich Sommer auf das Oktoberfest. Und das, obwohl er sich selber nicht unbedingt als «Oktoberfest-Fan» bezeichnet. Ohne Freude an der Sache sei ein solches Engagement aber auch kaum zu meistern. Und Sommer formuliert auch gleich sein Ziel: «Ich will, dass die Leute mit dem Essen zufrieden sind.» Die Voraussetzungen dafür sind bestimmt nicht schlecht. Denn bis anhin sei ihm das an Grossanlässen stets gelungen.

www.oktoberfest-frauenfeld.ch