Von Bus und Bank bös überrascht

FRAUENFELD. Der Präsident des Quartiervereins Huben bedauert an der Jahresversammlung das gestörte Vertrauensverhältnis zum Frauenfelder Stadtrat. Der Einer-Bus habe weiterhin Verspätungen. Zudem sei die Regio-Bank unbrauchbar.

Thomas Wunderlin
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Peter Wanner, Präsident des Quartiervereins Huben. (Bild: Thomas Wunderlin)

Peter Wanner, Präsident des Quartiervereins Huben. (Bild: Thomas Wunderlin)

Werner Knecht hat den Bus genau beobachtet, der seit 9. Dezember vor seinem Haus an der Broteggstrasse vorbeifährt. Das Resultat seiner «minuziösen Aufzeichnungen» konnte der Präsident des Quartiervereins Huben, Peter Wanner, am Freitagabend an der Jahresversammlung bekannt geben: «Die Linie eins hat keine bessere Fahrplanstabilität.»

Der Quartierverein sei vergangenes Jahr mit den neuen Buslinien und der Regio-Bank unangenehm überrascht worden, erklärte Wanner vor den 130 Teilnehmern der Jahresversammlung. «Schade, dass so das Vertrauensverhältnis getrübt wird.» Wenn die Bevölkerung rechtzeitig in Entscheide einbezogen würde, könnte sie diese mittragen. Die Regio-Bank sei unbrauchbar, man könne nicht recht sitzen auf dem «Unding». Der Vierer-Bus fahre neu über den Höhenweg, wo er von Baufahrzeugen behindert werde; er verkehre bei jeder Fahrt zweimal auf der Obholzstrasse, dafür bediene er Bühl nicht mehr.

Der Stadtammann als Cowboy

Wanner verglich Stadtammann Carlo Parolari mit einem einsamen Cowboy; dabei bezog er sich auf eine Äusserung Parolaris', der in Zusammenhang mit der Änderung der Buslinien gesagt hatte, er habe im Herbst «abdrücken» müssen. Den Vertreter des Stadtrats, Urs Müller, begrüsste Wanner mit den Worten: «Ich freue mich, dass Sie sich hier herauf getraut haben.»

Er habe keinen Helm mitgenommen, antwortete Müller. Und mit Blick auf das Jahresprogramm des Quartiervereins müsse er sagen, «ohne Bus wäre es langweilig gewesen». Bei diesem Geschäft habe der ganze Stadtrat Fehler gemacht, sagte Müller. Die Grundlagen würden hinterfragt. Für die weitere Planung würden die Quartiervereine im Mai und Juni zur Mitwirkung eingeladen. Möglicherweise gebe es danach Änderungen bei den Linienführungen durch den Höhenweg und beim Friedhof. Müller wies daraufhin, dass der Stadtbus nicht in sein Ressort falle, hingegen sei er für den Werkhof zuständig; dieser habe neben der Regio-Bank eine normale Bank aufgestellt.

Müller erwähnte einige Projekte in seinem Bereich, bei denen die Bevölkerung einbezogen werde, etwa beim Energierichtplan und der Quartierentwicklung Ergaten-Talbach. Eine solche Mitwirkung sei auch die Mediation, mit der ein Kompromiss bei der umstrittenen Sanierung der Neuhauserstrasse gefunden worden sei. Als Alternative hätte der Rechtsweg beschritten werden müssen. Dieser wäre teurer geworden, sagte Müller.

Gefährliche Talstrasse

Ein Quartierbewohner regte einen Fussgängerstreifen beim Lüdem an. Bei Schichtwechsel im Spital kämen so viele Autos die Talstrasse herab, dass Fussgänger lange warten müssten. Er wollte wissen, was bei den Bauarbeiten im Lüdem geschehe. Laut Müller wird die Steuerung auf die bevorstehende Sanierung der FW-Übergänge vorbereitet.

Ein Quartierbewohner verlangte, die beiden obersten Parkplätze an der Talstrasse sollten aufgehoben werden. Die parkierten Autos versperrten die Sicht nach unten. «Muss zuerst etwas passieren, bevor etwas geschieht?»

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