Vision vom Friedhof als Garten

MAMMERN. Die Ruhestätten in Mammern werden um ein Gemeinschaftsgrab bereichert. Die Gemeinde will zudem Rasen säen sowie Rabatten und Bäumen pflanzen.

Gudrun Enders
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Die Toten von Mammern sollen in einem Garten ruhen. Das ist die Vision für 2040, die Gemeinderätin Flandrina von Salis am Mittwochabend vorstellte. Über 50 Stimmbürger waren in die Mehrzweckhalle zur Gemeindeversammlung gekommen und erfuhren mehr über den Garten-Friedhof.

Ältere Bürger wünschten sich einen Platz im Gemeinschaftsgrab, stieg Gemeinderätin von Salis ins Thema ein. Die Friedhofskommission nahm sich der Aufgabe an und engagierte Landschaftsarchitektin Regula Hodel. Letztere hat schon das Gemeinschaftsgrab in Frauenfeld gestaltet. Es zeigte sich, dass der Friedhof auch mit einem Gemeinschaftsgrab karg und unfreundlich wirken wird. «Erste Anzeichen einer Verödung werden spätestens nach der nächsten Grabräumung im Frühling offensichtlich», sagte von Salis. Deshalb will die Gemeinde Rasenfelder und Rabatten anlegen, Tannen roden und Laubbäume pflanzen. Der schönen Zaun sowie das Gebäude am Ende des Friedhofs sollen besser zur Geltung kommen. Auch Sitzbänke und Abfallkübel werden montiert. Für die erste Etappe zum Friedhof-Garten budgetiert der Gemeinderat 180 000 Franken. Die Stimmbürger genehmigten diesen Kredit einstimmig.

Schulhaus wird isoliert

Die Heizung im Schulhaus muss in absehbarer Zukunft ersetzt werden. Doch vorher will die Schulkommission den Heizbedarf senken. Dazu muss das 1988 erbaute Schulhaus besser isoliert werden. Die zuständige Gemeinderätin Monika Ribi-Bichsel – die Primarschule ist in die Gemeinde integriert – stellte das Geschäft vor: Das Dach soll für rund 290 000 Franken gedämmt werden. Auch der Fussboden wird gegen unbeheizte Räume isoliert, was rund 100 000 Franken kostet. Zudem sollen neue Fenster für 60 000 Franken eingebaut werden. Damit liesse sich der Heizbedarf fast halbieren. Den Kredit über 300 000 Franken genehmigte der Souverän ohne Gegenstimme.

Keine Steuersenkung in Sicht

Das Budget, vorgestellt von Gemeindeammann Hansjörg Lang, ging einstimmig durch. Veranschlagt ist ein Minus von 165 000 Franken. Der Finanzplan zeigt, dass bis 2019 keine Steuersenkung drinliegt. Viel Applaus erhielt Christel Hasert. 53 Stimmbürger waren für ihre Einbürgerung, einer dagegen.