Vier Wochen vor dem Startschuss

FRAUENFELD. Ende Juli folgt der nächste Frauenfelder Grossanlass: Die Leichtathletik-Schweizer-Meisterschaft. Bei einer Begehung kamen der Frauenfelder Rasen und die skandinavischen Sprungmatten zur Sprache.

Mathias Frei
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Fabrizio Hugentobler und Stephan Brenner probieren die Bahn aus. Stadtammann Carlo Parolari simuliert den Startschuss. (Bild: Natalie Ammann)

Fabrizio Hugentobler und Stephan Brenner probieren die Bahn aus. Stadtammann Carlo Parolari simuliert den Startschuss. (Bild: Natalie Ammann)

Das gibt ordentlich Arbeit für Werner «Beppo» Meier und sein Sportanlagen-Team. Pro Tag 3000 bis 4000 Zuschauer werden auf der Kleinen Allmend an der Leichtathletik-Schweizer-Meisterschaft (SM) erwartet, welche am 25. und 26. Juli über die Bühne geht. Sehr in Anspruch genommen wird der Rasen, etwa durch die Hammer- und Speerwurf-Wettbewerbe. Bei einer Begehung gestern auf der Sportanlage hat sich Fabrizio Hugentobler, Amtsleiter Jugend, Sport und Freizeit, aber überzeugt gezeigt: «Unser Rasen sieht nach der Schweizer Meisterschaft immer noch besser aus als jeder Rasen an der Fussball-WM in Brasilien.» Und bei Löchern im Platz kämen Rasenziegel zum Einsatz.

Anlass mit grosser Ausstrahlung

Die nationalen Wettkämpfe finden schon zum drittenmal seit 1998 in Frauenfeld statt. Stadtammann Carlo Parolari ist erfreut über die zu erwartende grosse Ausstrahlung. Das Schweizer Fernsehen wird an beiden Austragungstagen mit dreiminütigen Berichten aufwarten. Dafür erbringt die Stadt für die SM-Organisatoren auch verschiedene Dienstleistungen, sei es durch das Sportanlagen-Team, die Werkbetriebe, die Stadtgärtnerei oder den Werkhof, wie Parolari erklärt. «Nur der Strom wird verrechnet.»

Darüber hinaus sei auch in die Sportanlage investiert worden, sagt Hugentobler. 2006 wurde das Areal gesamthaft erneuert. Auf den Garderoben steht ein neuer Container für den Speaker und den Zielfilm. Die Kleine Allmend verfügt über eine Ziel-Messanlage. Zudem ist diesen Frühling die Tartanbahn gereinigt worden, «damit die Bahnen möglichst rot statt schwarz aussehen», wie Hugentobler sagt.

60 Tonnen Baumaterial

Auch der Leichtathletikclub Frauenfeld, der die SM im Auftrag der Zürcher EM-Veranstalter austrägt, legt sich ins Zeug. Laut Stephan Brenner, SM-OK-Mitglied, werden 60 Tonnen Material für zusätzliche Anlagen verbaut. Dies betrifft zwei Zuschauertribünen à je 170 Plätzen, ein grosses Festzelt und einen 163 Quadratmeter grossen Bildschirm.

Zuschauer sind nah dran

Speziell ist, dass es zwei Übergänge in den Rasen-Innenraum gibt. «Die Zuschauer sollen möglichst nah an den Athleten sein», erklärt Brenner dazu. Nicht nur sportlich, sondern auch organisatorisch ist die SM eine Hauptprobe für die Europameisterschaft. 300 EM-Kampfrichter stehen in Frauenfeld im Einsatz. Dazu kommen die Zeitanlagen, welche nach der SM auch in Zürich verwendet werden. Denselben Weg gehen die Stabhochsprung-Matten, welche aus Skandinavien angeliefert werden. Wie an der EM gibt es auch in Frauenfeld ein Einlauf-Stadion, welches sich im Auenfeld befindet.

Der LC stellt 280 Helfer für den Anlass. Weiter kommen zehn Zivilschützer zum Einsatz. Das SM-OK rechnet bei einen Aufwand von 300 000 Franken mit einem Gewinn von knapp 10 000 Franken.

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