Vier Tage im Schlaraffenland

WEINFELDEN. 2001 fand in Weinfelden die erste Wein- und Gourmetmesse Schlaraffia statt. Heute öffnet die Jubiläums-Schlaraffia – und Geschäftsführer Gregor Wegmüller freut sich: «Für Genuss wird auch in der Krise Geld ausgegeben.»

Beda Hanimann
Merken
Drucken
Teilen
Drei Schlaraffianer (v. l.): Messeleiter Gregor Wegmüller, Präsident Rolf Müller und Ernst Schönholzer, eines der Gründungsmitglieder. (Bild: Ralph Ribi)

Drei Schlaraffianer (v. l.): Messeleiter Gregor Wegmüller, Präsident Rolf Müller und Ernst Schönholzer, eines der Gründungsmitglieder. (Bild: Ralph Ribi)

130 Aussteller und ein Angebot an Leckereien, das vom Wein über Bier, Essig, Backwaren und Gewürze bis zum Lachs reicht: Das ist der eine Teil der Schlaraffia. Dazu kommt ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Christian Kuchler, der Gault-Millau-Entdeckung des Jahres, Gerichten aus der Märchenküche oder der 1. Meisterschaft der Ostschweizer Hobbyköche.

Genuss erlebbar machen

«Genuss an sich kann man nicht ausstellen», sagt Schlaraffia-Geschäftsführer Gregor Wegmüller. Mit der Ausstellung und den Veranstaltungen aber soll er in Weinfelden während vier Tagen «in voller Breite erlebbar werden». Das Bedürfnis danach ist ausgewiesen: Die Schlaraffia zog in den letzten Jahren jeweils rund 10 000 Besucherinnen und Besucher an.

«Wir stellen fest, dass sich auch in der Ostschweiz ein bewusstes Verständnis für Genuss entwickelt hat», sagt Messe-Präsident Rolf Müller. Für diesen Trend, so Wegmüller, steht die Schlaraffia: «Bei uns geht es bewusst um Genuss als Gegenstück zu Schnellverpflegung und Convenience Food.»

Zweite Messe für Weinfelden

Die Schlaraffia ging 2001 aus der Weinfelder Gewerbeausstellung Wega hervor, nachdem eine Studienarbeit der HSG die Zweckmässigkeit einer zweiten Messe für den traditionellen Marktstandort Weinfelden ausgewiesen hatte.

«Weinfelden ist eine kulinarische Hochburg, da war das Thema schnell gefunden», erinnert sich Ernst Schönholzer, einer der Mitbegründer der Schlaraffia und bis heute in deren Verwaltungsrat. Die Messe setzte von Anfang an auf die Zusammenarbeit mit den lokalen Gastronomen und auf die Verknüpfung von Gastronomie und Wein.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 11. März.