«Vielleicht fahren wir 2018 in Dirndln oder Lederhosen»

Nachgefragt

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Nach einem Autounfall mit tödlichen Folgen im Vorjahr hat John Dierauer während des diesjährigen Steckborner Oktoberfests vom vergangenen Donnerstag bis Samstag gratis Besucherinnen und Besucher nach Hause chauffiert. Den Erlös spenden er und sein Taxiteam.

John Dierauer, Ihre Aktion hat hohe Wellen geschlagen. Welche Bilanz ziehen Sie?

Es war super. Insgesamt standen zwölf Fahrer mit sechs Autos im Dauereinsatz. Insgesamt konnten über 200 Gäste nach Hause transportiert werden, jemand nach Wiesendangen, einige nach Weinfelden oder Scherzingen.

Wie war das Echo der Gäste?

Hervorragend. Viele sagten uns, wie toll sie die Aktion finden. Andere kamen nur auf ein Gespräch vorbei. Einige waren nur am Oktoberfest in Steckborn, weil sie vom Gratistaxi gehört haben.

Wie sind die Fahrten mit betrunkenen Taxigästen vonstatten gegangen?

Es gab keinerlei Probleme. Zweimal mussten wir Kotztüten verteilen, aber sie mussten schliesslich nicht benutzt werden. Die Wertschätzung war riesig, diverse spendeten beträchtliche Beträge.

Wie viel haben Sie verdient?

Summa summarum schaute mit wenigen Franken Zustupf aus meinem Sack der symbolische Betrag von 1110,10 Franken heraus. Wir spenden ihn dem Jugendtreff Steckborn, der das Geld nach der Züglete vom Linden­areal an die Bahnhofstrasse für Renovationen gebrauchen kann.

Ist eine Wiederholung der Aktion denkbar?

Definitiv, und Ideen haben wir auch schon. Vielleicht fahren wir nächstes Jahr alle in Dirndln oder Lederhosen (lacht). (sko)