Viel Platz und moderne Infrastruktur

Mit einem bunten Teppich aus Luftballonen feierten die Primarschüler von Huben ihre neue Schulanlage. Der Anlass zog viele Besucher an.

Evi Biedermann
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Schulpräsident Andreas Wirth weiht die erweiterte Schulanlage Huben ein. (Bild: Evi Biedermann)

Schulpräsident Andreas Wirth weiht die erweiterte Schulanlage Huben ein. (Bild: Evi Biedermann)

FRAUENFELD. Wenn in der Schule etwas los ist, sind die meisten Kinder ein bisschen aufgeregt. Das war am Samstagmorgen nicht anders. Stolz zeigten sie den Eltern ihr Klassenzimmer, zauberten mit Hilfe der Lehrerin Figuren und Farben auf die interaktive Wandtafel oder führten sie durch den Werkraum. Andere flitzten übermütig durch die Gänge oder tollten auf dem Pausenplatz herum. Es war der Tag, an dem ihre neue Schulanlage eingeweiht wurde.

Die rund 150 Hubener Schulkinder gehen dort bereits seit Mitte August ein und aus, doch an diesem Vormittag kamen plötzlich ganze Schwärme von Menschen hinzu. Vertreter von Behörden und Ämtern, politischen Parteien und Kirchgemeinden, Architekten und Planer, Verwandte, Nachbarn oder Ehemalige.

Streit beim ersten Schulhausbau

Das Quartier Huben verfügt seit 1808 über ein Schulhaus. Doch anders als beim heutigen Erweiterungsbau, den das Volk im Juni 2010 mit über 81 Prozent Ja-Stimmen bewilligte, war der Bau von 100 Jahren ein Zankapfel. Wie Schulpräsident Andreas Wirth in seiner Festrede erklärte, stritten die Hubener damals darüber, wo sie ihr Schulhaus bauen sollten: Huben oder Bühl. Am Ende war es die Regierung, die Huben als Standort bestimmte.

Mit dem Bau eines zweiten Schulhauses wurde Huben 1968 zur Schulanlage. Nach der Sanierung und Erweiterung steht der Primarschule heute Raum für 220 bis 240 Kinder zur Verfügung. Auf dem Dach produziert eine Solaranlage eigenen Strom und in den Klassenzimmern ist mit interaktiven Wandtafeln modernste Technologie im Einsatz. Hinzu kommen Mehrzwecksaal, Mediothek, Gruppenräume, ein neuer, dritter Kindergarten und das neu eingerichtete Tagesschulangebot. «Damit verfügen wir über alles, was eine moderne Schule auch in Zukunft an Infrastruktur brauchen wird», erklärte Wirth.

Steigende Schülerzahlen

An Schülern dürfte es der Schule künftig nicht fehlen. Wie Walter Berger erklärte, treten aktuell wieder mehr Kinder in die Schule ein. Auch sei die Geburtenrate eher wieder steigend. «Kinder haben ist eine Freude», jubilierte der Chef des Amtes für Volksschule und gratulierte allen Beteiligten zum gelungenen Bauwerk. Es folgten weitere Redner – bis kurz vor Schluss heftiger Regen plötzlich alles durcheinanderwirbelte. Ins Trockene flüchtendes Publikum, gen Himmel tanzende Luftballone und winkende Kinder – nach fünf Minuten war der bunte Schauplatz leer, nass und grau. Das Schulhaus und der neue Kindergarten jedoch blieben noch lange bevölkert.