Veterinäramt bearbeitet den Fall

Mit einer happigen Geldstrafe ist ein Tierquäler bestraft worden. Kantonstierarzt Paul Witzig bestätigt, dass das Veterinäramt schon lange ebenfalls an diesem Fall arbeitet.

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Das Gericht in Arbon hat gestern einen Tierhalter unter anderem wegen Tierquälerei verurteilt. Es betonte, dass es kein Tierhalteverbot aussprechen könne, das müsse der Kanton tun. Sind Sie nun die richtige Stelle für so etwas?

Paul Witzig: Ja, für die Anordnung von Tierhalteverboten ist das Veterinäramt zuständig.

Was muss vorfallen, damit ein Tierhalteverbot ausgesprochen wird?

Witzig: Dies ist im Tierschutzgesetz geregelt. Er muss für eine schwere Zuwiderhandlung oder für wiederholte Zuwiderhandlungen bestraft worden sein oder er ist infolge gesundheitlicher Störungen, Geisteskrankheit, Trunksucht oder anderen Gründen nicht in der Lage, Tiere zu halten.

Der nicht unumstrittene Tierschützer Herr Kessler fordert Sie auf, ein Tierhalteverbot für den Verurteilten sofort zu erlassen. Werden Sie darauf reagieren, oder haben Sie schon etwas in die Wege geleitet?

Witzig: Wir sind schon sehr lange an der Bearbeitung dieses Falles. Das Urteil bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wann rechnen Sie mit einer Entscheidung und in welche Richtung wird diese gehen?

Witzig: Dazu kann ich keine Angaben machen.

Wie viele Tierhalteverbote haben Sie in den letzten zwei Jahren aussprechen müssen?

Witzig: Im Jahr 2007 waren es 6, 2006 waren es 4 und in den Vorjahren jeweils 2 bis 3 Tierhalteverbote. Interview: Stefan Borkert

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