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VERSAMMLUNG: Frage zum Kreuz in der Kirche bleibt offen

Die Evangelische Kirchgemeinde Aadorf-Aawangen hat eine neue Vorsteherin und eine fast ausgeglichene Rechnung. Zudem wählten die Kirchbürger am Mittwoch ihre Synodalvertreter.
Die frisch gewählte Kirchenvorsteherin Nadia Hasler vor der Michaelskirche in Aawangen. (Bild: kli)

Die frisch gewählte Kirchenvorsteherin Nadia Hasler vor der Michaelskirche in Aawangen. (Bild: kli)

Mit einem Lied aus dem neuen Liederbuch «Rückenwind», herausgegeben von der evangelischen Landeskirche Thurgau, stimmte Pfarrer Steffen Emmelius die 67 Anwesenden im Kirchgemeindesaal ein. Als Mitglied der Musikkommission war er für die gelungene Auswahl der 122 Lieder mitverantwortlich.

Nach dem freudigen Moment dominierten aber jäh die Zahlen der komplexen Jahresrechnung 2017, die den Stimmberechtigten einiges Kopfzerbrechen abverlangte. Dies aufgrund der Umstellung der Rechnungslegung von HRM1 auf HRM2, was einen Vergleich zum Vorjahr verunmöglichte. Das Defizit von 50370 Franken, bei einem Totalaufwand von knapp 1,5 Millionen wurde in der Folge ohne Einwand genehmigt. Die Steuereinnahmen waren zwar etwas tiefer als budgetiert, jedoch etwa gleich hoch wie im Vorjahr. «Der Rechnungsrückschlag wird zu Lasten des Eigenkapitals verbucht», sagte Rechnungsführerin Seraina Lansel.

Wald wirft kaum Ertrag ab

Manche der Stimmberechtigten dürften mit Schmunzeln zur Kenntnis genommen haben, dass die Kirchgemeinde im Besitz von Wald ist. Die schwer zugängliche Parzelle mit 2012 Quadratmetern im Gebiet «Rootfarb» wirft jedoch kaum einen Ertrag ab.

Als Abgeordnete in die Synode stellten sich alle Bisherigen für weitere vier Jahre zur Verfügung. Eva Boss, Pfarrer Steffen Emmelius, Roland Gahlinger und Stefan Kormann werden die Anliegen im Kanton vertreten. Nach sechsjähriger Mitarbeit in der Kirchenvorsteherschaft trat Petra Herzog-Stahel zurück. Nadia Hasler aus Maischhausen wurde einstimmig als Nachfolgerin ins Gremium gewählt.

Revision der Orgel genehmigt

Genehmigt wurde auch ein Kredit von 100000 Franken für die Revision der Orgel in Aadorf, die in der Regel alle 25 Jahre fällig wird, um weiterhin funktionstüchtig zu sein. Ein harmonisches Klangbild vermittelt nach einer erfolgten Reparatur die Glocke in der Kirche Aawangen, wo auch die erneuerte Mikrofon-Anlage zu einem besseren Hörverständnis führt. Ob ein Kreuz oder sonst ein christliches Symbol den Aadorfer Kirchenraum schmücken wird, liess Präsident Stefan Kormann vorerst offen. Aussagen von Kirchenbürgern hätten kein einheitliches Bild ergeben.

Offen blieb auch die Frage nach der Liegenschaft an der Leimackerstrasse 5, die Pfarrer Steffen Emmelius gegen Ende dieses Jahres verlassen wird. «Ich fühle mich in Aadorf wohl, weshalb ich mich hier zum Kauf eines Eigenheims entschieden habe», sagte Pfarrer Emmelius in seinem fünfzehnten Amtsjahr in Aadorf. Nach einem Umtrunk blieb den Champions-League-Liebhabern gar noch genügend Zeit, zumindest die zweite Halbzeit des Spiels zu verfolgen.

Kurt Lichtensteiger

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

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