Vermehrte Information gefordert

An der Delegiertenversammlung der Konferenz der Thurgauer Sekundarschullehrkräfte (SEK I TG) wurden drei neue Vorstandsmitglieder gewählt.

Werner Lenzin
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Die drei neuen Vorstandsmitglieder: Anna Barozzino, Lukas Dischler und Susanne Bühler. (Bild: Werner Lenzin)

Die drei neuen Vorstandsmitglieder: Anna Barozzino, Lukas Dischler und Susanne Bühler. (Bild: Werner Lenzin)

MÜLLHEIM. «Es ist wichtig, dass wir innerhalb der Schullandschaft in Kontakt sind und uns durch vermehrte Informationen besser kennenlernen», begrüsste Schulleiter Harald Stoller die Delegierten im Müllheimer Sekundarschulhaus. «Sind wir auch so geduldig wie Papier?», fragte sich Präsident Roland Kreis mit Blick auf die Themenbereiche, die im vergangenen Jahr erarbeitet wurden. Im Zusammenhang mit der Realisierung des Lehrplans 21 meinte Kreis, dass es die Harmonisierung des Stoffes schweizweit wohl schwer habe, zumal man sich nicht einmal einig sei, welches die erste Fremdsprache sein und ab welcher Klasse diese unterrichtet werden soll.

Pädagogik kommt nicht zu kurz

Beleuchtet wurden vom Präsidenten auch die neue Leistungsvereinbarung zwischen dem Erziehungsdepartement und Bildung Thurgau, die Änderung der Rechtsstellungs- und Besoldungsverordnung sowie das Papier «Attraktivität des Lehrerberufes». Für Kreis wird es immer wichtiger, dass sich die Lehrerschaft lokal an der Entwicklungsarbeit beteiligt und sich Sek I TG vermehrt als Informationsdrehscheibe betätigen muss. «Mit dem neuen Beitragsgesetz haben die Schulgemeinden mehr Handlungsspielraum in finanzieller und pädagogischer Hinsicht erhalten. Die Befürchtungen, dass die Pädagogik zu kurz kommt, sind fehl am Platz», versuchte Amtschef Walter Berger eine der kritischen Blickweisen des Präsidenten zu entschärfen. Laut Berger hätte der Kanton genaue Einsicht in die Thematik, und die notwendigen Mittel flössen zielgerichtet in die Pädagogik. Für Berger wird der Lehrplan 21 stark harmonisieren und in jedem Fachbereich die Mindestansprüche definieren. Die Harmonisierung sei eine Grundlage für die Lehrmittelproduktion und für Leistungstests. Zur Optimierung von «Stellwerk 8», einem Leistungstest, der im Thurgau seit fünf Jahren obligatorisch ist, zeigte Yvonne Kesseli, Fachexpertin für Begabtenförderung, Verbesserungsvorschläge auf.

Drei neue Vorstandsmitglieder

Anne Varenne, Präsidentin von Bildung Thurgau, beleuchtete die Vernehmlassung im Zusammenhang mit der Pensionskasse, das Tätigkeitsprogramm 2013 sowie die politischen Vorstösse und die Umsetzung des Lehrplans 21. Erwähnt wurden von Varenne auch die laufenden Motionen im Grossen Rat: Öffnung des Zugangs zum Grossen Rat, Einführung von Jokertagen an den Thurgauer Volksschulen, generelle Lohnanpassung des Staatspersonals und Französisch erst auf der Sekundarstufe.

Mit der Wahl von Anna Barozzino aus Amriswil, Susanne Bühler aus Kreuzlingen und Lukas Dischler aus Balterswil konnte der Vorstand ergänzt werden.

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