Verlust ist kleiner als budgetiert

Ende Mai befinden die Sirnacher Stimmbürger zum letzten Mal über getrennte Rechnungsabschlüsse von Politischer und Schulgemeinde. Bereits im November letzten Jahres segneten sie das Budget der neuen Einheitsgemeinde ab.

Olaf Kühne
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Zufriedene Gesichter: Gemeindeammann Kurt Baumann, Finanzchefin Isabelle Reut und Schulkommissionspräsident Urs Schrepfer. (Bild: Olaf Kühne)

Zufriedene Gesichter: Gemeindeammann Kurt Baumann, Finanzchefin Isabelle Reut und Schulkommissionspräsident Urs Schrepfer. (Bild: Olaf Kühne)

SIRNACH. «Wären wir letztes Jahr schon eine Einheitsgemeinde gewesen, hätten wir einen Überschuss», sagt Sirnachs Gemeindeammann Kurt Baumann. So müssen die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung vom 28. Mai noch zwei getrennte Rechnungsabschlüsse absegnen. Die Politische Gemeinde verzeichnet einen Verlust von 192 000 Franken, während die Schulgemeinde 2014 einen Gewinn von 865 000 Franken einfuhr.

Geringere Kantonsbeiträge

Dennoch gab es bei der gestrigen Pressekonferenz nur zufriedene Gesichter. Ist doch das Defizit der Politischen Gemeinde 97 000 Franken tiefer als budgetiert, während der Überschuss der Schulgemeinde gar 694 000 über dem Voranschlag liegt. Unterschiedliche Faktoren seien dafür verantwortlich, erklärt Schulkommissionspräsident Urs Schrepfer. Zwar liegen die Steuereinnahmen deutlich über den Erwartungen. Dieses Plus werde aber durch die geringeren Kantonsbeiträge an die Schule sogleich wieder eliminiert. Vielmehr konnte die Schule alleine im Konto «Bildung» ihr Budget um 631 000 Franken unterschreiten – ohne bei den Schülern zu sparen. Vielmehr summieren sich Einsparungen wie tiefere Vikariatskosten und allerlei mehr zu dieser Summe.

Rückgang auf Niveau von 2011

Derweil «kämpft» die Politische Gemeinde nach wie vor mit den Sozialkosten. Zwar ist vergangenes Jahr der Unterstützungsaufwand in der Öffentlichen Sozialhilfe markant zurückgegangen. Nach Jahren des Anstiegs sank er gar auf das Niveau von 2011. Weil gleichzeitig aber auch die Rückerstattungen sanken, resultiert dennoch eine Budgetüberschreitung von 273 000 Franken. Zudem seien auch die Fälle nicht weniger geworden, erklärt Finanzchefin Isabelle Reut. Die einzelnen Fälle seien bloss günstiger geworden. Mit 128 Franken pro Einwohner liegt Sirnach weiterhin leicht über dem kantonalen Durchschnitt.

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