VERKOHLTE LEICHE: Polizei bittet um Hinweise

Im kleinen Weiler, der zur Gemeinde Erlen zählt, machte am Wochenende eine Spaziergängerin einen grausigen Fund. Vieles ist in diesem Fall noch unklar. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Manuel Nagel
Drucken
Teilen
Einsatzkräfte der Thurgauer Kantonspolizei durchsuchen das Waldstück in Pulvershaus bei Erlen TG, in dem eine männliche Leiche gefunden wurde (Bild: Kantonspolizei Thurgau) (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Einsatzkräfte der Thurgauer Kantonspolizei durchsuchen das Waldstück in Pulvershaus bei Erlen TG, in dem eine männliche Leiche gefunden wurde (Bild: Kantonspolizei Thurgau) (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Wäre da nicht ein Rest Absperrband von der Spurensicherung, welches an einem jungen Bäumchen kleben geblieben ist, so würde fast nichts darauf hinweisen, dass hier am Sonntag eine Leiche gefunden wurde.

Man sieht den Tatort kaum, obwohl er nicht sonderlich tief im Wald drin ist. Keine hundert Meter entfernt führt die viel befahrene Strasse von Oberaach nach Langrickenbach. Kurz nach dem Weiler Pulvershaus hat es einen Feldweg, der in den Wald hineinführt. Zwei regionale Fernsehstationen parkieren ihre Autos beim Waldeingang und begeben sich ebenfalls auf Spurensuche.
 

Angesengte Blätter und durchwühlter Waldboden

Das Waldstück trägt den Namen «Forsterwisli» und ebenso idyllisch ist die Szenerie mit den pfeifenden Vögeln. Etwas abseits vom Waldweg steht ein Hochsitz. Doch für die Spaziergängerin, welche den leblosen und stark verkohlten Körper am Sonntagnachmittag nach 16 Uhr gefunden hatte, dürfte der Schock gross gewesen sein. Von der Polizei aufgewühlter Waldboden und ein paar angesengte Blätter verraten, wo sich der Tatort befindet.

Die Polizei hält sich jedoch mit Informationen noch zurück. «Aus ermittlungstaktischen Gründen», wie Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, sagt. Fest steht, dass es sich beim Toten um einen 41-jährigen Serben handelt, der in der Ostschweiz wohnhaft war. Das habe man mit dem Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen herausgefunden, sagt Graf. Die Todesursache sei jedoch noch unbekannt und werde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bischofszell ebenfalls durch das Institut für Rechtsmedizin abgeklärt.

In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Bischofszell ermitteln Spezialisten der Kriminalpolizei in alle Richtungen. Die Kantonspolizei Thurgau bittet Personen, die in den vergangenen Tagen Beobachtungen im Bereich des Waldstücks «Forsterwisli» gemacht haben, sich zu melden. Insbesondere sind alle Beobachtungen von Aktivitäten, allenfalls Feuer, Personen und Fahrzeugen von Interesse.

Zeugenaufruf
Wer sachdienliche Hinweise machen kann oder Beobachtungen in der Nähe des Fundortes gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Kantonspolizei Thurgau unter 052 728 22 22 zu melden.

Ein Absperrband zeugt vom Todesfall. Keine hundert Meter im Hintergrund führt die vielbefahrene Hauptstrasse durch. (Bild: Manuel Nagel)

Ein Absperrband zeugt vom Todesfall. Keine hundert Meter im Hintergrund führt die vielbefahrene Hauptstrasse durch. (Bild: Manuel Nagel)