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VEREINSPRÄSIDENT ZUVERSICHTLICH: Moschee nimmt dritten Anlauf in Frauenfeld

Die Islamische Gemeinschaft Frauenfeld plant bei der Zuckerfabrik eine Moschee für rund 300 Personen. Bisher waren zwei Versuche wegen der Finanzen gescheitert. Diesmal zeigt sich der Vereinspräsident zuversichtlich.
Samuel Koch
Die Visiere an der Gewerbestrasse 6 neben der Zuckerfabrik zeigen den Umfang des islamischen Vereins- und Kulturzentrums. (Bild: Andrea Stalder)

Die Visiere an der Gewerbestrasse 6 neben der Zuckerfabrik zeigen den Umfang des islamischen Vereins- und Kulturzentrums. (Bild: Andrea Stalder)

FRAUENFELD. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Im dritten Anlauf soll es nun endlich klappen mit dem Islamischen Vereins- und Kulturzentrum in Frauenfeld. Im Hasebüel – direkt östlich der Zuckerfabrik und nördlich der SBB-Gleise – stehen Bauvisiere für eine Moschee mit Platz für rund 300 Personen. Aktuell liegen die Pläne beim Amt für Hochbau und Stadtplanung auf. Sollte das Projekt diesmal zustande kommen, stünden im Thurgau sechs islamische Gebetshäuser.

Die Visualisierung zeigt, wie die Moschee einst aussehen soll. (Bild: pd)

Die Visualisierung zeigt, wie die Moschee einst aussehen soll. (Bild: pd)

Umzug ins Hasebüel

Der Präsident der Islamischen Gemeinschaft Frauenfeld, Xhelil Ramadani, gibt sich zuversichtlich. «Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir die Bewilligung erhalten werden», sagt er im Hinblick auf den dritten Anlauf. Bereits 2009 war eine Moschee an der Schaffhauserstrasse geplant. Zwei Anwohner wehrten sich gegen das Bauvorhaben, und obwohl der Stadtrat die Rekurse ablehnte, ging das Hickhack weiter. Nach einem Angebot für einen Standort an der Gewerbestrasse zügelte der Verein ins Hasebüel und zog das Baugesuch für die Moschee an der Schaffhauserstrasse zurück.

2011 folgte der zweite Versuch für eine Moschee in Frauenfeld. Damals kaufte die Islamische Gemeinschaft rund 2200 Quadratmeter Land an der Gewerbestrasse. Die Bauvisiere standen, und wiederum erteilte die Stadt der Gemeinschaft die definitive Baubewilligung. Wiederum aber kreuzten die Bagger nie auf. «Das damalige Projekt war zu gross und kostete zu viel», sagt Xhelil Ramadani. Heute ist die Situation eine andere. Die Gemeinschaft umfasst mittlerweile mehr Mitglieder als damals, und darin sieht Ramadani einen grossen Vorteil: Mit rund 260 Mitgliedern bündeln sie verschiedene Fachleute. «Wir haben Leute aus den verschiedensten Berufsbranchen», sagt er. Viele hätten der Gemeinschaft das Mitarbeiten am Projekt Vereins- und Kulturzentrum zugesichert. Er selbst arbeite seit 30 Jahren auf dem Bau und werde beim Projekt mithelfen, wo immer es gehe.

Keine Angst vor Einsprachen

Bis am 21. März noch liegen die Baupläne der geplanten Moschee beim Amt für Hochbau und Stadtplanung öffentlich auf. Begründete Einsprachen müssten während dieser Zeit eingereicht werden. Davor fürchtet sich Xhelil Ramadani aber nicht. «Es gibt überhaupt keinen Grund für Einsprachen», sagt er. Die Nachbarschaft sei über das Bauprojekt informiert worden, und wegen des Lärms und der Lichter beim Parkplatz seien Abgrenzungen geplant. «Ich hoffe, dass wir mit dem Bau bereits diesen Frühling beginnen können», sagt Ramadani zuversichtlich.

Einziges Manko des Vereins- und Kulturzentrums: «Seit der Abstimmung 2009 ist der Traum eines Minaretts in Frauenfeld geplatzt», sagt er mit Wehmut.

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